FPÖ Burgenland kritisiert Übernahme von Sanochemia durch das Land
Wirtschaftssprecher Petschnig ortet "strategieloses Ausgeben
von Steuermillionen"
Die FPÖ Burgenland hat am Mittwoch
die Übernahme des insolventen Pharmaunternehmens Sanochemia durch
das Land kritisiert. Es handle sich dabei um ein "konzept- und
strategieloses Ausgeben von Steuermillionen, die dann an anderer
Stelle eklatant fehlen", betonte Wirtschaftssprecher Alexander
Petschnig in einer Aussendung.Das Beteiligungskapital, das von Wirtschaftslandesrat Christian
Illedits (SPÖ) mit 1,2 Mio. Euro beziffert wurde, solle laut
Petschnig aus der Voranschlagsstelle der Tourismusförderung kommen.
"Mit anderen Worten entzieht Illedits dem stark gebeutelten
burgenländischen Tourismus zwei Drittel seiner für das Jahr 2020
reservierten Fördermittel, um die Beteiligung an Sanochemia
querzufinanzieren", meinte der FPÖ-Mandatar.
Zudem fehle Petschnig eine klare Strategie. Es sei fraglich, wie
das Land ein Unternehmen erfolgreich führen könne, an dem mehrere
private Betreiber zuvor gescheitert seien. Die Sicherung von
Arbeitsplätzen sei zwar wichtig, "das bedeutet im Umkehrschluss aber
nicht, dass jedes einzelne Unternehmen um welchen Preis auch immer
und unter dem unpassenden Deckmantel der Coronakrise künstlich am
Leben zu erhalten wäre", so Petschnig.
(Schluss) puc/cri
ISIN AT0000776307
WEB http://www.sanochemia.at