Sanochemia erlitt zum Halbjahr Millionenverluste
Nettoergebnis verschlechterte sich von plus 93.000 Euro auf
minus 3,1 Mio. Euro - Umsatz von 18,8 auf 19,1 Mio. Euro
leicht erhöht
Das börsennotierte Wiener Pharmaunternehmen
Sanochemia ist im ersten Geschäftshalbjahr von Oktober 2018 bis Ende
März 2019 tief in die Verlustzone gerutscht. Unter dem Strich drehte
das Ergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres von plus
93.000 auf minus 3,1 Mio. Euro, wie aus dem aktuellen
Konzernzwischenlagebericht hervorgeht, der seit heute, Donnerstag,
vorliegt.Auch das Ergebnis aus der Betriebstätigkeit (EBIT) sei mit einem
Verlust von 2,8 Mio. Euro "deutlich negativer ausgefallen" als im
Vorjahreszeitraum - damals verzeichnete das Unternehmen vor Zinsen
und Steuern noch einen Gewinn von 391.000 Euro. Der Umsatz wurde im
ersten Halbjahr 2018/19 von 18,8 auf 19,1 Mio. Euro "leicht
gesteigert".
Dem zugrunde lägen "vor allem einmalig erhöhte Aufwendungen in
den Bereichen Qualität, sowie erhöhte Rückstellungen und ein
Mehraufwand durch beanstandete und noch zu vernichtenden Chargen".
Im April 2018 erfolgte ein behördlich erzwungener Produktionsstopp
einzelner Arzneimittel. Sanochemia begründet seine Verluste in der
heutigen Aussendung mit "temporären Mehrbelastungen zur Überwindung
von behördlichen Produktionseinschränkungen" sowie mit höheren
Material- und Personalaufwendungen zur geplanten Erweiterung des
operativen Geschäfts.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gingen den Angaben zufolge
stichtagsbezogen (Ende September 2018) gegenüber dem Jahr davor von
16,9 auf 14,7 Mio. Euro zurück, während sich die langfristigen
Verbindlichkeiten von 18 auf 18,7 Mio. Euro erhöhten.
Der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit war mit 5,1 Mio. Euro
negativ (Vorjahresperiode: 643.000 Euro) - Grund dafür seien das
negative Ergebnis sowie Veränderungen sonstiger Vermögenswerte. Der
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit dagegen war mit 4,3 Mio.
Euro positiv und doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum (knapp 2
Mio. Euro).
Laut Lagebericht war das erste Geschäftshalbjahr "vornehmlich
durch die Umsetzung von Investitionen und Maßnahmen zur
Qualitätsverbesserung, Aufräumarbeiten aber auch zukunftsgerichtete
Erweiterungen und Verbesserungen der Produktmargen gezeichnet". Ein
wesentlicher Baustein dafür seien die mit Jänner 2019 vollzogene
Kapitalerhöhung durch die deutsche Firma b.e.imaging GmbH aus
Baden-Baden und die Bestellung von Timo Bender zum CEO gewesen.
Sanochemia arbeite verstärkt an der Ausweitung des internationalen
Geschäftes sowie an einer entscheidenden Verbesserung der GMP
Compliance, Effizienz und Effektivität. Dabei fokussiere sich das
Unternehmen auf die Bereiche Human Pharma und Produktion.
(Schluss) kre/cri
ISIN AT0000776307
WEB http://www.sanochemia.at