Dämmstoff-Hersteller Hirsch Servo auf Expansionskurs
20 Produktionsstandorte in Österreich, Deutschland und
Osteuropa - 113,9 Mio. Euro Umsatz - 13,5 Mio. Euro EBIT
Die Firma Hirsch Servo mit Sitz in Glanegg in
Kärnten befindet sich auf Expansionskurs. Wie der Vorstand des
Styropor-Produzenten und Maschinenbauers, Harald Kogler, bei einem
Pressegespräch am Freitag mitteilte, stieg der Umsatz im
abgelaufenen Geschäftsjahr (Bilanz 31. März 2018) auf 113,9 Mio.
Euro (2016/17: 97,4 Mio. Euro). Das Betriebsergebnis EBIT
verbesserte sich von 5,4 auf 13,5 Mio. Euro.Das Unternehmen produziert mittlerweile in 20 Werken. Neben dem
Standort in Kärnten liegen diese in Deutschland und Osteuropa, dazu
kommen Vertriebsbüros in den USA und in China. Zuletzt kamen zwei
Werke in der Ukraine dazu, wo man unter anderem Verpackungen für
Nespresso herstellt. Demnächst könnte ein neuer Standort in
Usbekistan dazukommen.
Die Expansion wurde über den Cashflow, aber auch über Bankkredite
finanziert. Die Eigenkapitalquote sank vom Jahresabschluss 2016/17
auf 17/18 von 47 auf 41 Prozent. Für das laufende Geschäftsjahr
erwartet Kogler eine weitere Verbesserung der Geschäftszahlen. Der
Umsatz soll auf 250 Mio. Euro steigen.
Die gute Entwicklung führt das Unternehmen vor allem auf die
Entwicklung in der Dämmstoffindustrie zurück. 70 Prozent des
Umsatzes werden mit EPS-Dämmstoffen erwirtschaftet. 20 Prozent des
Umsatzes kommen aus dem Verkauf von EPS-Verpackungen. 10 Prozent des
Umsatzes macht Hirsch Servo in der Sparte Maschinenbau. Im
Styroporgeschäft sei derzeit eine Konzentration großer Hersteller zu
beobachten, sagte Kogler, in Europa sei Hirsch Servo mittlerweile
zum Marktführer aufgestiegen. Der Exportanteil liegt bei 85 Prozent.
Herausfordernd ist es laut Kogler für das Unternehmen,
qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Zum Beispiel Techniker und
Controller werden gesucht, aber auch gute Vertriebsleute. Die
Neuregelung für den 12-Stunden-Tag begrüßt der Vorstand. Es sei eine
"Legalisierung", schon bisher habe es laufend Ausnahmen und
Übertretungen bei der Arbeitszeit geben müssen, gerade wenn
Mitarbeiter so viel auf Geschäftsreisen seien wie bei Hirsch Servo.
Das Unternehmen hat 1.200 Mitarbeiter. Haupteigentümer ist mit 90
Prozent der Aktien die Herz-Gruppe, 10 Prozent der Anteile befinden
sich in Streubesitz. Bis vor eineinhalb Jahren war Hirsch Servo
börsenotiert. Laut Vorstand Kogler waren aufwändige Kontrollen und
der geringe Handel mit Aktien der Grund für den Ausstieg. An eine
Rückkehr an die Börse ist nicht gedacht.
(Schluss) ton/pel/rf
ISIN AT0000849757
WEB http://www.hirsch-gruppe.com