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EMTS nach wie vor nicht empfehlenswert, meint die Erste Bank
Details zur derzeit bestehenden äußerst schwierigen Situation wurden letzte
Woche vom Unternehmen bekanntgegeben. Erstmals zeigte sich per 31.12.2002
ein negatives Eigenkapital von EUR 8,1 Mio., das auch insolvenzrelevant wäre. Als
Abhilfe wurden offenbar teilweise Schuldennachlässe und ein Zahlungsaufschub
erwirkt. Zusätzlich soll eine Kapitalerhöhung durchgeführt werden. Damit sollten die
Insolvenztatbestände wieder wegfallen und der Fortbestand des Unternehmens
zumindest derzeit sichergestellt sein. Das neue Management ist zuversichtlich, in
Zukunft in den verbleibenden Kernländern operativ erfolgreich tätig sein zu können.
Als zusätzliche Schwierigkeit wurde auch von Sony Ericsson (neben Nokia) ein
Vertrag mit EMTS gekündigt.
Jeder Aktionär sollte sich also der schwierigen Lage des Unternehmens bewußt
sein. Wir glauben, dass die Kurschancen trotz allem limitiert sein werden, da durch
die geplante Kapitalerhöhung - zu einem sicher niedrigen Kurs - ein sehr hoher
Verwässerungseffekt eintreten wird. Aus unserer Sicht bleibt EMTS naturgemäß ein
äußerst spekulatives Investment. Ohne Detailinformationen zum Geschäftsplan
und zum Schuldennachlaß ist ein Einstieg nach wie vor nicht empfehlenswert.
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