Sektmarkt nach Einbußen 2015 im Vorjahr wieder stabilisiert
Sektkellerei Schlumberger machte im Vorjahr 177,5 Mio. Euro
Umsatz und 4,7 Mio. Euro Betriebsergebnis
Der österreichische Sektmarkt hat sich nach einem
20-prozentigen Einbruch 2015 im Vorjahr wieder stabilisiert. 2016
war der Markt nur noch um 1,6 Prozent rückläufig. "Die Talsohle am
heimischen Sektmarkt scheint langsam erreicht und wir blicken
positiv in die Zukunft", so Schlumberger-Chef Eduard Kranebitter am
Donnerstag laut Aussendung.Die Regierung führte im März 2014 die Schaumweinsteuer wieder ein
- die Folge waren hohe Einbußen am Sektmarkt. Kranebitter appelliert
dennoch an die Politik, "der steuerlichen Diskriminierung endlich
ein Ende zu setzen und die Abgabe abzuschaffen". Die Ungerechtigkeit
aus Sicht des Herstellers: Prosecco und Frizzante sind von der
Steuer nicht betroffen.
Schlumberger hat im vergangenen Jahr 177,5 Mio. Euro umgesetzt
und ein Betriebsergebnis (EBIT) von 4,7 Mio. Euro gemacht. Das
Jahresergebnis belief sich auf 2,5 Mio. Euro, geht aus Zahlen
hervor, die die Sektkellerei Donnerstagnachmittag bekanntgab. In dem
um drei Monate verkürzten Rumpfgeschäftsjahr 2015 betrug der Umsatz
167,4 Mio. Euro, das Betriebsergebnis 5,2 Mio. Euro und das
Jahresergebnis 2,8 Mio. Euro.
Auf 12 Monate gerechnet hätte das operative Ergebnis 2015 4 Mio.
Euro betragen, so das Unternehmen. Das Rumpfgeschäftsjahr sei von
April bis Dezember gelaufen, womit das generell schwache erste
Quartal nicht mitberücksichtigt wurde, sagte ein
Schlumberger-Sprecher zur APA.
Während die Marken Schlumberger und Goldeck im Vorjahr Absatz und
Umsatz steigerten, sei Hochriegl aufgrund einer Preisanpassung
mengenmäßig rückläufig gewesen, der Umsatz hingegen stabil, so das
Unternehmen. Schlumberger hat mit Jahresanfang die Preise für Sekt
erhöht.
Die Sektkellerei wird sich in einigen Monaten von der Wiener
Börse verabschieden. Der Schweizer Eigentümer Sastre wird wie
berichtet alle Aktien übernehmen. Die verbliebenen Aktionäre haben
noch etwas Zeit, Ihre Anteilsscheine freiwillig Sastre anzudienen,
dann wird die Hauptversammlung am 23. Juni den Squeeze-out
beschließen.
(Schluss) kan/sp
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