CLC Group im ersten Quartal operativ positiv
Die CLC Group blickt auf ein operativ positives erstes Quartal 2003 zurück. Damit zeigen die im Dezember 2002 vom Mehrheitseigentümer BLUeBULL AG eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen deutliche Erfolge. Das EBITDA im ersten Quartal beträgt EUR 352.098, nach EUR - 2,267 Mio. im Vergleichszeitraum 2002. Die EBITDA-Marge liegt bei über 11%, nach minus 31% in Q1 2002. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf EUR 3,134 Mio., nach EUR 7,26 Mio. im Vergleichszeitraum. Der im Erstquartal 2002 erzielte Umsatz war allerdings zu rund 50% auf die Erstkonsolidierung der mittlerweile in Insolvenz befindlichen Camelot AG zurückzuführen. Vor Firmenwertabschreibung beläuft sich das EBIT in Q1 auf EUR 113.298, das EBT auf EUR 50.530,00. Nach Firmenwertabschreibung kommt das EBIT bei EUR -30.287 zu liegen, nach EUR -3,077 Mio. im Vergleichszeitraum. Das EBT beträgt EUR - 93.156, nach einem Verlust von EUR 2,443 Mio. Die eingeleiteten Umstrukturierungen und Effizienzsteigerungen sowie die anhaltende Akquisition von Neukunden versprechen eine Fortsetzung dieses positiven Trends. Der weitere Sanierungsplan der CLC sieht vor, dass die aktuelle Struktur aufgebeben wird und die Operationen auf zwei eigenständige Gesellschaften aufgeteilt werden. Zu diesem Zweck wurde bereits die 118899. AllesAuskunft Telefonauskunft AG mit einem Grundkapital von EUR 300.000 gegründet. In dieser Gesellschaft werden die Vermarktung der profitablen Auskunft, die bereits erstellte Business-Datenbank sowie die Direktvertriebstochter CLC Direkt zusammengefasst. Die Businesspläne für beide Gesellschaften sehen bereits für 2003 Gewinne vor. Details siehe in Erläuterungen zur Ad hoc. Hinsichtlich der 100% Tochter der CLC, der DMB Marketing Beratung Ges.mbH in Wien, wurde per 22. April über das Vermögen der Konkurs eröffnet. Unter konservativer Bewertung werden die Verbindlichkeiten mit einer Quote von rd. 16% gedeckt. Die CLC hat sofort mit dem Masseverwalter Kontakt aufgenommen, um die Möglichkeiten zur Entschuldung des Unternehmens auf Basis eines gerichtlichen Zwangsausgleiches zu erörtern. Ebenso wird die CLC dem Masseverwalter volle Unterstützung anbieten, um die unterbrechungsfreie Betreuung der Kunden abzusichern und die Mitarbeiter auf eine neue Basis zu stellen.
Zur Aufteilung der CLC-Operationen in zwei eigenständige Gesellschaften: Zu diesem Zweck wird zwischen CLC und 118899. Alles Auskunft AG ein Kaufvertrag über die Marke 118899, die Internetplattform
http://www.118899.com sowie alle damit verbundenen Domains und Telefonnummern sowie die Business-Datenbank geschlossen. Die Finanzierung dieser Transaktion, für die mehrere Varianten geprüft werden, sowie die Übertragung der einzelnen, damit verbundenen Rechte soll im Laufe der nächsten Monate erfolgen. Wie bereits früher angekündigt, werden CLC-Aktionäre dann in einem weiteren Schritt aliquot Anteile an der 118899. AllesAuskunft AG erhalten.
In der CLC AG verbleiben die Call Center-Aktivitäten sowie das Customer Care und Consulting-Geschäft. Weiters soll die Expansion in Osteuropa auf neue Beine gestellt und vorangetrieben werden. Da die 118899. AllesAuskunft AG sich nur mit Vermarktung beschäftigt und selbst kein Call Center betreibt, wird mit der Abwicklung der einzelnen Anrufe die CLC AG betraut und bekommt für diese Dienstleistung ein entsprechendes Entgeld.
Die Arbeiten für den konsolidierten Jahresabschluss 2002 wurden noch nicht beendet. Wie aber bereits Anfang Jänner angekündigt wird sich der voraussichtliche Jahresverlust auf mindestens EUR 25 Mio. belaufen.
Regionale Schwerpunkte
Deutschland: Über die Camelot AG, an der die CLC 89 Prozent hält, wurde per 1. Februar 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Der CLC AG sollten daraus keine weiteren Belastungen entstehen. Per Stichtag 31.12. bestanden nur Forderungen der CLC gegenüber der Camelot, die in der Bilanz zur Gänze wertberichtigt wurden.
Osteuropa: Die CLC wird künftig ihre Geschäftsstrategie in Osteuropa ändern. Bislang hat das Unternehmen primär Kunden für den Beratungsbereich angesprochen und somit Knowhow und Software weitergegeben. Die neue Geschäftsstrategie umfasst den Aufbau von Call Centern mit Partnern. An diesen Call Centern wird die CLC Anteile halten und damit ein umfassendes Netzwerk für ihre Kunden aufbauen, die dementsprechende Customer Care Dienstleistungen bei der Expansion in die Emerging Markets benötigen. Da die Kosten der Operationen mit den Partnern geteilt werden, garantiert diese Strategie großes Potential bei gleichzeitiger Minimierung des Risikos.