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FORMAT: Ex-EMTS-Vorständen drohen Haftstrafen
Den Ex-Vorständen des vor der Pleite stehenden
Salzburger Handydienstleisters EMTS Technologie AG, Franz
Guggenberger, Marcel Eichmann und Christian Roitinger drohen wegen
Scheingeschäften und Umsatzmanipulationen nun sogar Haftstrafen. Dies
berichtet das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Freitag
erscheinenden Ausgabe.
Die Umsatzmanipulationen wurden laut FORMAT von Ex-EMTS-Vorstand
Marcel Eichmann persönlich angeordnet. Das geht aus dem 66seitigen
"Bericht über die Sonderprüfung der EMTS Technologie AG, Elsbethen"
durch die renommierte Wirtschaftsprüfungskanzlei KPMG Alpen-Treuhand
hervor.
FORMAT zitiert aus dem exklusiv vorliegenden Geheimpapier:
"Konzernumsatz und -ergebnis im Jahresabschluß 31. Dezember 2001
waren bewußt manipuliert und das Ergebnis um zumindest 2,3 Millionen
Euro zu hoch ausgewiesen."
Die ehemaligen EMTS-Vorstände ließen die Bilanzen demnach via
Scheinrechnungen manipulieren. So wurden laut KPMG Rechnungen, denen
keine Leistungen gegenüberstanden, ertragswirksam verbucht. Nach
Bekanntgabe der Quartalsergebnisse wurden die Rechnungen dann wieder
storniert.
Die KPMG-Prüfer stellen weiters fest, daß Firmenkäufe, wie etwa in
der Schweiz, Norwegen, Holland und Finnland - alles Betriebe, die
mittlerweile in Konkurs gegangen sind - ohne "wirksame Genehmigungen
des Aufsichtsrats" erfolgt sind.
Besonderes Augenmerk widmet die KPMG laut FORMAT der intensiven
Nutzung des Firmenjets (monatliche Leasingrate: 26.153,04 Euro). Auch
die übermäßige Verwendung der Firmenkreditkarte für "Massage,
Kosmetikbehandlungen und Theatertickets" sowie der Kauf "einer
Digitalkamera in der Höhe von 2.573,69 Euro" sorgte für Verwunderung.
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