Schlumberger mit Umsatzplus nach Kauf der Mozart Distillerie
Deutlicher Umsatzrückgang in Deutschland im 1. Quartal -
Frostschäden im heimischen Weinbau könnten Sektgrundwein
verteuern
Der Sekt- und Spirituosenhersteller Schlumberger hat
im ersten Quartal nach dem Kauf der Salzburger Mozart Distillerie
Ende 2015 den Umsatz in Österreich um 10,9 Prozent auf 27,1 Mio.
Euro gesteigert. Positiv wirkten sich außerdem die früheren
Osterfeiertage und ein gutes Weihnachtsgeschäft hierzulande aus.In Deutschland ging der Umsatz um 14,5 Prozent auf 11,2 Mio. Euro
zurück, weil Bordeaux-Weine später ausgeliefert wurden und die
Weinmarke Two Oceans im deutschen Handel aufgrund schwacher
Rentabilität nicht mehr vertrieben wurde. Die niederländische
Schlumberger-Tochter erzielte im ersten Quartal einen stagnierenden
Umsatz (-0,5 Prozent) auf 7,4 Mio. Euro. Das Periodenergebnis lag
insgesamt bei minus 600.000 nach minus 1,2 Mio. Euro im
Vorjahresquartal.
Für die Weinernte 2016 erwartet Schlumberger aufgrund einer
Frostperiode Ende April massive Ernteausfälle. Das Weinviertel und
der Seewinkel im Burgenland seien als Hauptanbaugebiete für
Sektgrundwein stark betroffen. Fraglich sei, ob die Erntemenge den
Bedarf decken könne. Der Sekthersteller rechnet mit einem
neuerlichen Preisanstieg beim Sektgrundwein.
(Schluss) cri/ivn
ISIN AT0000779061
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