Schlumberger gewann 2015 Marktanteile - Weiter Nr. 1 in Gastronomie
Knapp vier Prozent Absatzplus - Sekthersteller zahlt
unveränderte Dividende - Maßnahmen zu Kostenoptimierung und
Marktbearbeitung
Der Sekthersteller Schlumberger, der stark unter der
2014 wiedereingeführten Sektsteuer leidet, hat 2015 den Absatz
gesteigert, im Inland als einziger Marktanteile gewonnen und die
Führungsrolle in der Gastronomie behauptet. Das geht aus dem
Jahresbericht von Freitag hervor. Um Umsatz und Ergebnis zu
optimieren, wurden 2015 Restrukturierungen zu Marktbearbeitung und
Kostenoptimierung gestartet.Der Konzernumsatz lag im Rumpfjahr 2015 (1.4.-31.12.) mit 167,4
Mio. Euro vergleichsweise um eine zweistellige Prozentgröße höher,
so das Unternehmen. Das bereinigte Betriebsergebnis (EBIT) habe um
73 Prozent auf 5,2 Mio. Euro zugelegt, primär durch Ergebniszuwächse
in Österreich und die Töchter in Deutschland und den Niederlanden.
Das Jahresergebnis stieg von 1,7 auf 2,8 Mio. Euro bzw. je Aktie
von 0,83 auf 1,34 Euro. 2015 wurden eigene Aktien eingezogen,
wodurch sich die Zahl der Stimmrechte von 1,5 Mio. auf rund 1,355
Mio. reduzierte. Je Vorzugsaktie sind für 2015 erneut 0,58 Euro
Dividende geplant; diese 435.000 Euro entsprächen 15,5 Prozent
Ausschüttungsquote; der Rest wird auf neue Rechnung vorgetragen -
das solle die finanzielle Situation weiter verbessern und zur
Finanzierung von Zukäufen beitragen. Erklärtes Ziel sei die
nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes durch strategisches
Wachstum, wird betont.
Den Absatz hat Schlumberger 2015, wie schon vor einigen Wochen
kommuniziert, um 3,8 Prozent gesteigert, während laut AC Nielsen der
gesamte heimische Sektmarkt um 7,5 Prozent geschrumpft ist. Auch für
2016 habe man ein Absatzplus vor.
Das Exportgeschäft und der Umsatz der Deutschland-Tochter hätten
sich zuletzt stabil entwickelt. In den Niederlanden erzielte man ein
Umsatzplus. In Deutschland und den Niederlanden sowie dem gesamten
Exportgeschäft wird ein moderates Wachstum erwartet. "In Summe geht
die Schlumberger Gruppe von einem Umsatzwachstum im niedrigen bis
mittleren einstelligen Prozentbereich bei ähnlicher Verbesserung des
Ergebnisses aus", heißt es im Ausblick. Einen Sondereffekt stelle
die Integration der per Jänner akquirierten Mozart Distillerie GmbH
mit 30 Mitarbeitern und zuletzt 5 Mio. Euro Umsatz dar.
2015 waren die Kernmärkte in den Bereichen Sekt und Spirituosen
nach Schlumberger-Angaben erneut rückläufig. Grund dafür sei die
2014 wiedereingeführte "wettbewerbsverzerrende und diskriminierende
Schaumweinsteuer" sowie die Erhöhung der Alkoholsteuer. Bisher habe
man die Regierung nicht zu einer Abschaffung dieser "Bagatellsteuer"
bewegen können, "dennoch sind wir davon überzeugt, dass dies
mittelfristig gelingen wird", zeigt sich der Vorstand überzeugt.
Der Mitarbeiterstand der Gruppe verringerte sich im Vergleich zur
Periode 2014/15 um 1,8 Prozent von 219 auf 223 Mitarbeiter; davon
waren 101 in Österreich tätig, 85 in Deutschland und 33 in den
Niederlanden. Nach den neun Rumpfjahr-Monaten lag der Umsatz je
Mitarbeiter bei 0,76 Mio. nach 0,87 Mio. Euro in den zwölf Monaten
davor.
Hauptaktionär der Schlumberger AG ist die Sastre Holding S.A.,
Zürich. Diese verfügte per 31.12. über rund 94 Prozent der
Stimmrechte sowie 62,22 Prozent der Vorzugsaktien. Insgesamt waren
das 82,9 Prozent der Schlumberger-Aktien.
(Schluss) sp/itz
ISIN AT0000779061
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