Oö. Zulieferer Miba steigerte Umsatz 2015 auf 719 Mio. Euro
Von Währungseffekten profitiert - EBIT stieg leicht auf 82,9
Mio. Euro
Der oberösterreichische Zulieferer für die
Auto- und Investitionsgüterindustrie Miba hat im Geschäftsjahr
2015/16 (per 31. Jänner) seinen Umsatz um 7,4 Prozent auf 719,1 Mio.
Euro gesteigert, wobei ein großer Teil des Plus auf Währungseffekte
zurückzuführen ist. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag
mit 82,9 Mio. Euro leicht über dem Vorjahresniveau (81,9 Mio. Euro).Der größte Brocken im Zuliefer-Produktportfolio der Miba ist der
Kfz-Bereich, mit dem der Konzern knapp die Hälfte seiner Umsätze
erlöst, wie Vorstandsvorsitzender Peter Mitterbauer und
Finanzvorstand Markus Hofer in der Bilanzpressekonferenz
Dienstagabend in Linz erläuterten. Der Rest verteilt sich auf Lkw,
Busse, Züge, Baumaschinen, Schiffe, Kraftwerke, Energieübertragung
etc.
Während die Konjunkturentwicklung bei den Autos und im
Energiebereich sehr zufriedenstellend gewesen sei, habe sie sich in
anderen Bereichen nicht so rosig entwickelt. Mitterbauer rechnet
damit, dass das auch heuer so bleibt: "Wir sehen weiterhin eine
starke Entwicklung in der Autoindustrie, kurzfristig aber keine
Erholung in der Investitionsgüterindustrie." Unter dem Strich
rechnet das Management jedoch im aktuellen Geschäftsjahr erneut mit
Wachstum.
Miba verfügt über 22 Produktionsstandorte weltweit. Dabei trugen
die europäischen mehr als zwei Drittel zum Gesamtumsatz bei, Miba
Americas 18 Prozent und Miba Asien rund 13 Prozent. Mitterbauer:
"Wir versuchen lokal zu produzieren, in Europa für Europa, in den
USA für die USA und so weiter". Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf
weltweit 5.397 (per 1. Jänner 2016), zum Stichtag 2015 waren es
5.178.
Mit 113 Mio. Euro hat Miba im abgelaufenen Geschäftsjahr
besonders viel Geld für Investitionen in Sachanlagen sowie Forschung
und Entwicklung in die Hand genommen. Die F&E-Quote liegt bei 4,4
Prozent des Umsatzes, 238 Mitarbeiter arbeiten nur in diesem
Bereich, erklärte Mitterbauer. Mit 20 im Vorjahr neu angemeldeten
Patenten - insgesamt sind es 252 - "gehören wir zu den zehn
innovativsten Unternehmen".
Das Thema Börse "ist für uns durch", sagte Hofer. Nach dem
Delisting Ende 2015 sei wieder mehr Ruhe eingekehrt, es gebe
Freiraum für andere Dinge. Dennoch sei die Börsennotiz für die
Entwicklung des Unternehmens wichtig gewesen. "Wir sind solide
finanziert", bilanzierte der Finanzvorstand, die Eigenkapitalquote
sei leicht auf 57,2 Prozent gestiegen. Nun will man weiter organisch
und durch Akquisitionen wachsen, auch wenn man nichts Konkretes im
Auge habe. "Wir nehmen das opportunistisch. Wenn etwas da ist, das
passt, dann schlagen wir zu", so Mitterbauer zu möglichen
Akquisitionen.
Nach wie vor nicht geklärt ist der Konflikt um den
Kollektivvertrag am Standort Aurachkirchen. Dort sollen 85
Angestellte vom Tarif der Metall-Industrie in den schlechter
bezahlten Metall-Gewerbe-KV wechseln. "Die Einstufung macht die
Wirtschaftskammer", betonte Mitterbauer. Wie viel sich das
Unternehmen sparen würde? "Ich weiß nicht, wir haben uns damit noch
nicht auseinandergesetzt", die Bezahlung der Mitarbeiter werde
ohnehin auch durch Angebot und Nachfrage beeinflusst, meinte der
Vorstandsvorsitzende.
(Schluss) ver/zie/itz
ISIN AT0000734835
WEB http://www.miba.com