Börse-Aus für einen PS der ÖVAG-Bad-Bank Immigon per Ende November
Durch Kapitalschnitt Mindest-Nominale nicht mehr gegeben -
Widerrufsverfahren der Wiener Börse abgeschlossen - Immigon
bleibt aber mit anderen Papieren im Börsenhandel
Ein im Jahr 1986 begebener Partizipationsschein der
ÖVAG-Abbaufirma Immigon muss sich Ende November von der Börse
verabschieden. Die Notierungszulassung für den PS ISIN AT0000755665
wurde von der Wiener Börse widerrufen, da das Nominale des Papiers
durch den Kapitalschnitt bei der früheren ÖVAG (Österreichische
Volksbanken AG) das Mindesterfordernis nicht mehr erfüllt hat.Der PS verfügte zuletzt nur noch über einen Nennwert von 116.000
Euro, für eine weitere Zulassung wäre ein Mehrfaches davon
erforderlich gewesen. Deshalb hat die Wiener Börse Anfang September
ein Verfahren zum Widerruf der Börsenzulassung gestartet, das nun am
Dienstag per Bescheid an die Immigon beendet wurde. Demnach seien
die gegenständlichen PS ab 1. Dezember nicht mehr zum Amtlichen
Handel der Wiener Börse zugelassen, so die Immigon.
Die übrigen Emissionen der weiterhin teilstaatlichen Immigon
Portfolioabbau AG (früher: ÖVAG), zugelassen an den Börsen Wien,
Luxemburg, Berlin, Frankfurt und Stuttgart, sind davon unberührt,
darunter befinden sich auch Anleihen. Dadurch bleibt die Bad Bank
ad-hoc-pflichtig. Die Immigon existiert als Abbaugesellschaft der
früheren ÖVAG seit 4. Juli 2015. Sie soll bis Ende 2017 ihre Assets
verwertet haben und abgewickelt sein.
(Schluss) sp/gru
ISIN AT0000755665
WEB http://www.oevag.com