ÖVAG-Bad-Bank Immigon nun auch mit Bond-Rückkaufprogramm für Private
Nach harter Kritik an vorherigem Programm - Fixpreise statt
Mindestpreis - Volumen: 400 Mio. Euro
Nachdem die teilstaatliche ÖVAG-Bad-Bank Immigon
schon im Juli Anleihen und Schuldscheindarlehen unter ihrem Nennwert
zurückgekauft hat, hat sie am Montag ein neues Bond-Rückkaufprogramm
eingeleitet. Es richtet sich diesmal primär an Privatkunden.Das erste - 933 Millionen Euro schwere - Rückkaufprogramm vom
Sommer hatte namentlich bei Ergo-Versicherungskunden für argen
Verdruss gesorgt. Zahlreiche Ergo-Kunden waren, weil ihr Geld über
ein Versicherungsprodukt in die betreffenden alten ÖVAG-Anleihen
investiert worden war, von der Assekuranz angeschrieben worden und
glaubten, zu den darin angegebenen Mindestrückkaufpreisen mit
entsprechenden Verlusten verkaufen zu müssen. Die
Konsumentenschützer sind bereits ausgerückt, prüfen
Schadenersatzansprüche.
Ein Immigon-Sprecher hielt heute fest, dass es sich jeweils
um"völlig freiwillige" Rückkäufe handle.
Laut Immigon war das erste Rückkaufprogramm in erster Linie an
Institutionelle gerichtet. Ein am Montag vom Vorstand abgesegnetes
Programm umfasst nun 95 nicht nachrangige Anleihen mit einem
geplanten Rückkaufvolumen von 400 Mio. Euro. Dieses "Privatangebot"
enthalte keine Mindestpreise, sei einfacher strukturiert und sehe
Fixpreise vor, also je nach Serie unterschiedliche Festpreise. Wer
vorzeitig verkaufen wolle, könne benennen, wie viel zu dem Preis
angedient würde.
Anleger, die aus ihrem Bestand von Instrumenten einer Serie der
Immigon-Papiere einer Serie in einem Gesamtnennbetrag bzw.
Gesamtwert von nicht mehr als 250.000 Euro zum Rückkauf anbieten,
würden demnach bevorzugt behandelt. Institutionelle Investoren
investierten üblicherweise in größeren Summen. Die Angebotsfrist hat
heute begonnen und endet am 14. Oktober 2015, einlangend um 16:00
Uhr Ortszeit London bzw. 17:00 Uhr MEZ, wie die Immigon präzisierte.
(Schluss) rf/snu
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