Volksbanken-Rebellen droht Konzessionsentzug durch FMA
Kumpfmüller: Für kleine Bank dürfte es sehr schwierig sein,
die regulatorischen Anforderungen zu erfüllen - "Wir sind da
sehr skeptisch"
Die drei rebellischen Volksbanken
Almtal, Gmünd/Kärnten, Westkärnten-Osttirol werden mit ziemlicher
Sicherheit ihre Konzessionen verlieren, wenn sie sich nicht dem
neuen Volksbankenverbund anschließen. "Für eine kleine Bank dürfte
es sehr schwierig sein, alle regulatorischen Anforderungen zu
erfüllen. Wir sind da sehr skeptisch, dass das möglich sein könnte",
sagte FMA-Vorstand Klaus Kumpfmüller.Die FMA würde sich im Falle das Abspringens der drei abtrünnigen
Volksbanken Almtal (Scharnstein, Bezirk Gmunden OÖ), Gmünd in
Kärnten (Bezirk Spittal), Westkärnten-Osttirol (Lienz) "ganz genau
anschauen, ob die Konzessionsvoraussetzungen erfüllt sind", sagte
Kumpfmüller am Dienstag in Wien auf Journalistenfragen.
Wichtig wäre es, dass der Volksbankensektor zusammen bleibt und
alle Störfeuer vermieden werden, damit eine Gesamtlösung erreicht
werden kann, so Kumpfmüller weiter. Davon werde auch die nachhaltige
Profitabilität des gesamten Sektors abhängig sein. Außerdem gebe es
noch einige vertraglicher Verpflichtungen der Volksbanken mit der
Republik im Zusammenhang mit der früheren Staatshilfe. Alle auf
Seiten der Republik und der Aufsicht seien daran interessiert, "dass
alle im Boot bleiben", so der FMA-Vorstand.
Andernfalls werde es - einer sehr komplexen Situation der
Regulierung - für eine kleine Bank "sehr sehr schwierig" sein, alle
regulatorischen Voraussetzungen, alle Systeme, die im
Bankwesengesetz vorgesehen sind, auch rechtzeitig und mit der
entsprechend Qualität zur Verfügung zu haben. "Und wir sind da sehr
skeptisch, dass das möglich sein könnte", so Kumpfmüller.
Die abtrünnigen Banken müssten auf jeden Fall darstellen, wie sie
Gedenken, weiter zu arbeiten. "Bis jetzt haben wir keine
zufriedenstellenden Antworten auf unserer Fragen hier bekommen",
sagte auch FMA-Vorstand Helmut Ettl.
Theoretisch ginge es zwar auch ohne die Drei, es sollte aber eine
gemeinsame Lösung geben, um die Diskussionen endlich weg zu
bekommen: "Es sind ja auch in Zukunft noch Entscheidungen
erforderlich, die von den Volksbanken gefasst werden müssen", so
Kumpfmüller. Deshalb wäre es sehr zu begrüßen, wenn alle Volksbanken
mit dabei seien.
(Schluss) ggr/phs
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