Banken in Osteuropa profitabler als in Westeuropa - UniCredit-Studie
Ertragskraft sinkt - Kreditwachstum für heuer und 2016
prognostiziert
Osteuropäische Banken sind profitabler als
in Westeuropa, die Ertragskraft sinkt aber. Die Kreditinstitute in
Osteuropa (CESEE) erzielten nach Berechnungen der UniCredit-Experten
zwischen 2006 und 2008 einen Return on Assets von 1,6 Prozent,
dieser ging bis 2014 auf 0,8 Prozent zurück und soll heuer und
nächstes Jahr bei 1,0 Prozent liegen, geht aus einer am Freitag
veröffentlichen Studie hervor.Zum Vergleich: Banken in Deutschland, Italien und Österreich
müssen sich hingegen mit Werten zwischen 0,2 und 0,4 Prozent
begnügen. Die Studienautoren rechnen mit einer Konjunkturerholung in
der Region und damit einhergehend mit einem moderatem
Kreditwachstum. Für Mittel- und Osteuropa (CEE) wird ein Anstieg der
Kredite von 5,1 Prozent für heuer und von 7,8 Prozent für 2016
prognostiziert. In Zentral- und Südosteuropa (CESEE) wird das Plus
auf 3,9 und 4,6 Prozent geschätzt. Der Anteil fauler Kredite werde
heuer hoch bleiben, sich in manchen Märkten aber verbessern.
"In Zentral- und Osteuropa sind rund zwei Drittel aller Einkünfte
des Sektors Nettozinserträge, stammen also aus dem traditionellen
Bankgeschäft. Auf Grund des Margendrucks wird es entscheidend sein,
alternative Einnahmequellen wie Gebühren und Provisionen zu
forcieren und die Ertragskraft der Kreditinstitute insgesamt zu
stärken", erklärte Carlo Vivaldi, Head of CEE Division in der
UniCredit. Die Osteuropa-Abteilung der UniCredit ist Teil der
österreichischen Tochter Bank Austria. Der italienische Bankkonzern
hat in Osteuropa knapp 3.500 Filialen.
(Schluss) pro/ivn
ISIN IT0004781412
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https://www.unicreditgroup.eu