EZB will weitere Banken auf Herz und Nieren prüfen
Österreich-Töchter von Sberbank und VTB und slowenische
UniCredit-Tochter kommen unter die Lupe
Die Europäische
Zentralbank (EZB) will in diesem Jahr neun Bankhäuser einem
umfangreichen Gesundheitscheck unterziehen. Einige von ihnen haben
in den vergangenen Monaten an Bedeutung gewonnen und werden deshalb
erst jetzt von der EZB ins Visier genommen.Zu den nun zu prüfenden Banken gehörten unter anderem die
Österreich-Töchter der beiden größten russischen Banken Sberbank und
VTB. Zudem würden die belgische Banque Degroof, die französische
Agence Française de Developpement, die J.P. Morgan Bank Luxembourg,
die finnische Kuntarahoitus Oyj, die maltesische Mediterranean Bank
sowie die slowenische UniCredit -Tochter durchleuchtet.
Bei acht Instituten sollen die Bilanzen intensiv durchleuchtet
werden, wie die EZB am Mittwoch in Frankfurt mitteilte. Die
portugiesische Novo Banco solle lediglich einem Stress-Test
unterzogen werden.
Die EZB hat vor einem halben Jahr die Aufsicht über die
wichtigsten Banken in Europa übernommen und ist derzeit für die
direkte Kontrolle von 123 Finanzhäusern zuständig.
"Die Banken wurden informiert und werden in den nächsten Monaten
eng mit der EZB zusammenarbeiten mit der Aussicht, bis Ende 2015 die
Prüfung zu beenden", erklärte ein EZB-Sprecher. Die Notenbank setze
dabei die gleichen Methoden an, die sie bereits im vergangenen Jahr
angewendet habe. Damals waren im umfangreichsten Stress-Test aller
Zeiten 25 von 130 geprüften Instituten durchgefallen.
(Schluss) gru
ISIN IT0004781412 RU0009029540
WEB http://www.ecb.int
https://www.unicreditgroup.eu
http://www.sberbank.at