VW-Patriarch Piech änderte Regeln in seinem Stiftungen - Zeitung
"Standard": Einfluss der Kinder und von Ehefrau Ursula Piech
wurde reduziert - Zusammenhang mit VW-Machtkampf unklar
Der VW-Patriarch Ferdinand Piech hat laut
"Standard" kurz vor dem verlorenen Machtkampf mit VW-Vorstandschef
Martin Winterkorn die Regeln in seinen Stiftungen geändert. "Sie
führen im Ergebnis zu einer Stärkung des Stiftungsvorstands, dem in
beiden Einrichtungen Rechtsanwalt Hanns Hügel vorsitzt" schreibt die
Zeitung (Mittwoch), dem die Änderungen vorliegen.Der Einfluss seiner zwölf Kinder und seiner derzeitigen Ehefrau,
Ursula Piech, werde nach seinem Ableben begrenzt, fasst die
Tageszeitung die Änderungen zusammen. Es geht um die 2007
gegründeten Stiftungen Ferdinand Karl Alpha und Ferdinand Karl Beta,
letztere hält dem Bericht zufolge über mehrere
Zwischengesellschaften milliardenschwere VW-Anteile.
Nach dem Ableben Piechs soll erst seine Gattin Ursula den
Stiftungsbeirat, der bei vielen Entscheidungen mitreden darf,
bestellen. Nach ihrem Tod gehe dieses Recht auf die "ehelichen und
unehelichen Abkömmlinge" über, zitiert die Zeitung aus der Änderung.
Sollte Ursula Piech sich scheiden lassen oder nach dem Tod von
Ferdinand Piech nochmals heiraten, erlöschen demnach all ihre
Rechte.
Die Zeitung weist allerdings darauf hin, dass wichtige Punkte in
der geheimen Stiftungsurkunde und in der Begünstigten-Vereinbarung
geregelt sind. Unklar ist auch, ob die Änderungen mit dem Machtkampf
um die VW-Spitze zusammen hängen. Denkbar wären auch notwendige
Anpassungen an die österreichische Judikatur zu Stiftungen, betont
der "Standard". Die Änderungen wurden am 5. Februar 2015 verfasst.
(Schluss) pro/tsk
ISIN DE0007664039
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