ams mit Rekord-Auftragspolster - Mitarbeiterstand ausgebaut
Halbleiterhersteller rechnet nach starkem Jahr 2014 auch für
heuer mit Zuwachs bei Umsatz und Erträgen - Operative Marge
und Erlöse Anfang 2015 höher erwartet
Der steirische Halbleiterhersteller ams geht
nach einem starken Jahr 2014 mit einem kräftigen Wachstum vor allem
im zweiten Halbjahr auch für 2015 von einem Umsatz- und
Ertragsanstieg aus. Der Umsatz des 1. Quartals 2015 werde entgegen
der typischen Saisonalität steigen und bei 145 bis 150 Mio. Euro
liegen, erklärte ams am Dienstag. Die Aufträge sind auf Rekordhoch,
die Mitarbeiterzahl wächst.Zugleich erwartet ams - trotz weiterer F&E-Investitionen - eine
anhaltend hohe Profitabilität im 1. Quartal und geht von einem
leichten Anstieg der operativen Marge im Vergleich zum 4. Quartal
2014 aus, als das Betriebsergebnis (EBIT) um 30 Prozent auf 31,4
Mio. Euro oder 23 Prozent des Umsatz kletterte. Das Ordervolumen
stieg Ende 2014 auf den neuen Höchststand von 131,3 Mio. Euro, nach
119,4 Mio. zu Ende des Vorquartals und 76,6 Mio. Euro zum Ultimo
2013. Der Mitarbeiterstand im Konzern lag im Vorjahr bei 1.637
(1.394), im 4. Quartal bei 1.731.
Das Vorjahr war für ams nach eigenen Angaben "äußerst
erfreulich". Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 464,4 Mio. Euro, die
F&E-Ausgaben wuchsen auf 77,0 Mio. Euro bzw. 17 Prozent der Erlöse.
Dennoch verdiente ams unter dem Strich 97,5 Mio. Euro, um 60 Prozent
mehr als davor. Das EBIT legte ebenfalls kräftig um 65 Prozent auf
105,4 Mio. Euro zu.
Von den Gewinnen sollen auch die Aktionäre profitieren: Für 2014
wird eine Dividende von 33 Cent je Aktie vorgeschlagen. Ungeachtet
der guten Zahlen und des optimistischen Ausblicks gaben die
ams-Aktien im Frühhandel an der Zürcher Börse um 1,50 Prozent auf
36,05 Franken nach.
Der operative Mittelzufluss (Cash Flow) lag bei 130,2 Mio., um 30
Prozent mehr. Die liquiden Mittel wuchsen auf 229,6 (104,3) Mio.
Euro per Jahresende, die Nettoliquidität stieg leicht auf 45,0
(44,2) Mio. Euro. Die zahlungswirksamen Investments (Capex) betrugen
70,1 (47,1) Mio. Euro, primär Investments zur
Wafer-Kapazitätsausweitung.
Die gute Geschäftsentwicklung 2014 sei vor allem der Sparte
"Consumer & Communications" zu verdanken, die 64 Prozent der
Gesamterlöse ausmachte. Grund dafür waren "Produktneueinführungen
für zwei global führende Smartphone-Hersteller", heißt es.
(Schluss) sp/kan
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