Private Anleger investierten 2014 wieder stärker in Investmentfonds

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Private Anleger investierten 2014 wieder stärker in Investmentfonds


Retail-Publikum kehrte nach sieben Jahren zurück - 4,2 Mrd. Euro Nettomittelzuflüsse - 8,3 Mrd. Kursgewinne - Fondsvolumen wuchs um 9 Prozent auf 158 Mrd. Euro



Nach einer siebenjährigen Durststrecke kann die heimische Fondsbranche wieder auf ein erfreuliches Jahr zurückblicken. Das Fondsvolumen der heimischen Kapitalanlagegesellschaften stieg 2014 um 8,6 Prozent auf 157,8 Mrd. Euro und liegt damit nur mehr knapp unter dem bisherigen Allzeithoch von 167 Mrd. Euro aus dem Jahr 2006.

Mit Ausnahme des Jahres 2010 hatte die heimische Fondsbranche seit dem Ausbruch der Finanzkrise im Jahr 2007 mit jährlichen Nettomittelabflüssen zu kämpfen. 2008, am Höhepunkt der Krise, waren es 15,3 Mrd. Euro. Im Vorjahr kehrten die Retail-Kunden erstmals wieder nachhaltig zurück, sagte der Geschäftsführer der Erste Asset Management, Heinz Bednar, am Mittwoch in Wien.

2014 addierten sich die Nettomittelzuflüsse laut der Vereinigung Österreichischer Investmentfondsgesellschaften (VÖIG) auf 4,2 Mrd. Euro. Weitere 8,3 Mrd. Euro steuerten Kursgewinn zum 12,5 Mrd. Euro starken Anstieg des Fondsvolumens bei.

Zu den stärksten Nettomittelzuflüssen kam es mit 3,6 Mrd. Euro bei den "Gemischten Fonds". Auch Rentenfonds konnten mit 1,3 Mrd. Euro von den zurückgekehrten Retailkunden profitieren. Dagegen wurden aus Aktienfonds 663 Mio. Euro abgezogen.

"Gemischte Fonds" habe am gesamten Fondsvolumen von 157,8 Mrd. Euro mit 40,7 Prozent auch den größten Anteil, gefolgt von Rentenfonds mit 39,6 Prozent und Aktienfonds mit 14,2 Prozent.

Die Anzahl der österreichischen Investmentfonds ging von 2.153 auf 2.092 zurück. Es gibt unter anderem 1.092 Gemischte Fonds, 533 Rentenfonds und 350 Aktienfonds.

Die Erste Sparinvest (Espa), KAG der Erste Bank, konnte ihre Position als größte heimische Kapitalanlagegesellschaft im Vorjahr weiter ausbauen. Sie kommt mit einem Fondsvolumen von 30,8 Mrd. Euro auf einen Marktanteil von 19,5 Prozent. An zweiter Stelle folgt die Raiffeisen KAG mit 26,9 Mrd. Euro bzw. 17,1 Prozent, gefolgt von der zur Bank Austria zählenden Pioneer Investments Austria GmbH mit 17,1 Mrd. Euro bzw. 10,8 Prozent Marktanteil. Insgesamt gibt es 24 heimische Kapitalanlagegesellschaften.

Der österreichische Immobilien-Investmentfondsmarkt wuchs 2014 von 4,12 auf 4,74 Mrd. Euro. Mit Abstand die größte Immo-KAG ist die Bank Austria Real Invest Immobilien KAG. Sie verwaltete per Jahresende 2,6 Mrd. Euro. Das entsprach einem Marktanteil von 55,6 Prozent. Die Erste Immobilien KAG kam auf 952 Mio. Euro und 20,0 Prozent, die Immo KAG auf 509 Mio. Euro und 10,8 Prozent, die Raiffeisen Immobilien KAG auf 375 Mio. Euro und 7,9 Prozent sowie die Semper Constantia Immo Invest KAG auf 268 Mio. Euro bzw. 5,7 Prozent Marktanteil.

(Schluss) ggr/sp





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