Verschuldung in Eurozone gestiegen

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Wochenkommentar: Verschuldung in Eurozone gestiegen



Die öffentliche Verschuldung ist in der Eurozone wieder angestiegen. Zum Ende des ersten Quartals betrug der öffentliche Schuldenstand 93,9% des Bruttoinlandsprodukts. Die Verschuldung lag damit um 1,2 Prozentpunkte höher als im Quartal zuvor. Im Jahresvergleich ergab sich ein Zuwachs um 1,4 Prozentpunkte. Die Schuldenquote der gesamten Europäischen Union war mit 88,0% (zuvor: 87,2%) etwas niedriger. Die Spannweite der Schuldenquoten der einzelnen Mitgliedsstaaten ist beträchtlich. Die drei Länder mit der höchsten Schuldenquote sind Griechenland (174,1%), Italien (135,6%) und Portugal (132,9%). Die im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt niedrigsten Schuldenquoten wiesen Estland (10,0%), Bulgarien (20,3%) und Luxemburg (22,8%) auf. In der Mehrzahl der Mitgliedsstaaten der Eurozone sind die Schulden im Jahresabstand gestiegen. Die lediglich fünf Eurozonenländer mit einem Rückgang sind Deutschland (-3,2 Prozentpunkte), Lettland (-1,4 Prozentpunkte), Belgien (-0,9 Prozentpunkte), Luxemburg (-0,5 Prozentpunkte) und Österreich (-0,4 Prozentpunkte). Österreichs öffentliche Verschuldung betrug zum Ende des ersten Quartals des Jahres 75,1% des Bruttoinlandsprodukts.

Die zuletzt veröffentlichten Konjunkturdaten fielen mehrheitlich unauffällig aus. In den USA konnte der von der Universität Michigan veröffentlichte Index für das Verbrauchervertrauen noch am ehesten überraschen. Er fiel - vorläufigen Berechnungen zufolge - gegen die Erwartungen auf 81,3 Punkte (Juni: 82,5 Punkte). DieEinkaufsmanagerindizes der Eurozone sind im Juli gestiegen. Der Index für das Produzierende Gewerbe stieg auf 51,9 Punkte (Juni: 51,8 Punkte). Beim Index für den Dienstleistungssektor war im Juli ein überraschend starker Anstieg auf 54,4 Punkte (Juni: 52,8 Punkte) zu beobachten.

Sehr wenig Bewegung gab es an den Rentenmärkten der reifen Volkswirtschaften. In Deutschland fiel die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen am Freitag zwar auf ein neues Jahrestief (1,14%). Seitdem ist sie allerdings wieder leicht gestiegen, sodass sich im Wochenvergleich kaum eine Änderung ergab. Auch in den USA kam es kaum zu Renditeänderungen. In Russland, wo letzte Woche sowohl der Rubel als auch die Kurse der in USD denominierten Staatsanleihen etwas zur Schwäche neigten, haben sich die Märkte wieder etwas stabilisiert.

Im Einklang mit den eher unauffälligen Konjunkturdaten gab es auch an den Aktienmärkten verhältnismäßig wenig Bewegung. Belastet wurden die Märkte von geopolitischen Risiken. Es bestand die Sorge, dass die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten weiter eskalieren könnten. Unterstützt wurden die Märkte von einigen überraschend guten Quartalsergebnissen, wie etwa jenen des DAX-Wertes Daimler.

Das nächste Treffen des Offenmarktausschusses der US-Notenbank findet am 29. und 30. Juli statt. Eine Pressekonferenz der Notenbankpräsidentin im Anschluss an das Treffen steht, anders als im September, dieses Mal nicht an. Große Überraschungen erwarten wir nicht und gehen davon aus, dass die Fed ihre Anleihenkäufe wie geplant weiter drosseln wird. In den nächsten Tagen werden sowohl in den USA als auch in Europa viele Unternehmen ihre Quartalszahlen veröffentlichen. Zudem werden eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten (USA: Erste Schätzung des BIP-Wachstums des zweiten Quartals; Eurozone: Inflationsrate, Arbeitslosenrate) veröffentlicht. Insgesamt erwarten wir in den nächsten Tagen mit vereinzelten Impulsen von Seiten der Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten mehrheitlich etwas steigende Aktienkurse.




ATX (Wiener Börse Index) : 5813.69 +0.1% ATX Intraday Chart Börse Wien
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