Jeder Zweite kann sich vorstellen, dass das „Pensionskonto Neu“ sein Vorsorgeverhalten verändern wird

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Jeder Zweite kann sich vorstellen, dass das „Pensionskonto Neu“ sein Vorsorgeverhalten verändern wird



Das Bewusstsein in Bezug auf die Notwendigkeit finanzieller Vorsorge ist bei den Österreichern sehr stark ausgeprägt. Sicherheit und geringes Risiko in der Veranlagung haben dabei einen weit höheren Stellenwert als hohe Rendite oder hohe Zinsen. Fast jeder zweite Österreicher plant, sein Vorsorgeverhalten über das „Pensionskonto Neu“ ab Juni 2014 anzupassen. Ab sofort ist es in allen Filialen von Erste Bank und Sparkasse möglich, die Handy-Signatur freischalten zu lassen: Eine rechtsgültige elektronische Unterschrift, mit der auch das Pensionskonto eingesehen werden kann – 48 % der Österreicher wollen sich zu ihrer Pensionslücke auch beraten lassen. Dies geht aus der aktuellen Studie „Vorsorgeverhalten und Pensionskonto Neu“ von GfK Austria im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen hervor.

Sicherheit und Verfügbarkeit des Geldes für jeden Zweiten besonders wichtig

Finanzielle Vorsorge hat für 81% der Österreicher sehr große Bedeutung, wobei Frauen tendenziell höhere Werte ausweisen als Männer (Frauen: 83% vs. Männer: 79%). In puncto Veranlagung bevorzugen die Österreicher nach wie vor die sicheren Häfen: Mehr als die Hälfte (56%) möchten in ihrer Veranlagung kein bzw. nur wenig Risiko eingehen. Für 45% der Befragten ist es von großer Bedeutung, dass ihr Geld jederzeit verfügbar ist. Nur jeder Vierte (28%) stuft hohe Zinsen oder hohe Renditen für sich als wichtiges Kriterium ein. Während für jede zweite Frau gute Beratung im Rahmen ihrer Veranlagung ausschlaggebend ist, gilt für fast die Hälfte der Männer (47%) die Garantie auf das eingezahlte Kapital als wesentlicher Faktor.

Österreicher sehen Immobilienbesitz und Versicherungen als beste Altersvorsorge

Die Frage nach dem besten Produkt in der Altersvorsorge beantworten 32% aller Österreicher mit Immobilienbesitz. Auf den Plätzen zwei bis vier folgen die private Pensionsversicherung (14%), die Pensionsvorsorge mit staatlicher Förderung (11%) und die klassische Lebensversicherung (8%). 15% der Österreicher fehlt allerdings das entsprechende Wissen über Vorsorgeprodukte. Aktuell vertrauen die Österreicher nach wie vor auf das traditionelle Sparbuch, das mit 72% das meistgenutzte Sparprodukt ist. Fast jeder zweite Österreicher (45%) verfügt über eine klassische Lebensversicherung. „Die ultraniedrigen Sparzinsen werden uns noch ein paar Jahre begleiten. Das Sparbuch ist gut für die kurzfristige Liquidität, aber nicht allein für eine langfristige Altersvorsorge geeignet. Der Schlüssel liegt in der breiten Streuung, “ so Peter Bosek, Privat- und Firmenkundenvorstand der Erste Bank.

Vorsorgepolster könnte um 40 Euro im Monat wachsen

Derzeit legen die Österreicher durchschnittlich 154 Euro pro Monat für ihre Altersvorsorge auf die hohe Kante – um rund 30 Euro mehr als im Vergleichsjahr 2011. Dass es hier noch Potential gibt, zeigt die Bereitschaft, monatlich sogar noch 40 Euro mehr in die persönliche Vorsorge zu investieren. Im Geschlechtervergleich zeigt sich, dass Männer monatlich um 20 Euro mehr sparen als Frauen und darüber hinaus auch um 50 Euro mehr Potential für zusätzliche Vorsorge haben. Warum wandert also nicht mehr Geld in den Vorsorgestrumpf? Fast jeder Zweite (47%) sagt, dass das niedrige Zinsniveau ihn davon abhält, 30% geben ihr Geld lieber aus, und ein Viertel unterstützt damit die eigenen Kinder.

Eigene Pensionslücke wird durchschnittlich auf 600 Euro geschätzt

Jeder Zweite weiß, was die Pensionslücke ist (48%). Im Vergleich zu 2011 hat sich dieser Wert verbessert: Damals konnten nur 37% den Begriff richtig zuordnen.

Die eigene Pensionslücke wird auf rund 600 Euro – und damit um 50 Euro höher als noch 2011 – geschätzt. Frauen stufen diese mit durchschnittlich 544 Euro deutlich niedriger ein als Männer mit 659 Euro. Je höher das eigene Einkommen ist, desto höher fällt auch die Prognose hinsichtlich der zu erwartenden Pensionslücke aus. 22% können ihre Pensionslücke gar nicht einschätzen oder beziffern.

„Die Österreicher sind heute zum Thema Pensionslücke weitaus besser informiert als noch vor zwei Jahren“, erläutert Heinz Schuster, Vorstandsvorsitzender der s Versicherung. „Massiven Aufklärungsbedarf gibt es aber nach wie vor. Insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung wird für junge Menschen die ergänzende private Altersvorsorge an Relevanz gewinnen.“

Das „Pensionskonto Neu“ wird das Vorsorgeverhalten jedes Zweiten verändern

Den Begriff „Pensionskonto Neu“ können bereits 6 von 10 Österreichern einordnen, und fast jeder Fünfte (18%) weiß, welche Änderungen damit verbunden sind. Mehr als ein Drittel (35%) der Österreicher fangen mit dem Thema jedoch noch gar nichts an. Insbesondere bei den jungen Erwachsenen unter 29 Jahren hat jeder Zweite noch nichts vom „Pensionskonto Neu“ gehört. Über das „Pensionskonto Neu“ können zukünftig recht konkrete Berechnungen bezüglich der Pensionsansprüche gemacht werden. In Bezug darauf gibt jeder Zweite (48%) an, er würde sein Vorsorgeverhalten ändern, sollten die Berechnungen zu wenig Pension ergeben. Aufklärungsbedarf gibt es noch bei 19% der Österreicher, die sich mit dem Thema noch gar nicht auseinandergesetzt haben, da der eigene Pensionsantritt noch in zu weiter Ferne liegt. Generell erwarten 48% der Österreicher beim Thema „finanzielle Sicherheit im Alter“ künftig die meisten Probleme.

Seit 1. Juni 2014: Pensionskonto über Handy-Signatur abrufbar

Die Handy-Signatur ist eine rechtsgültige elektronische Unterschrift im Internet – das ist mehr als zwei Dritteln der Österreichern (69%) zwar bewusst, wird aber nur von 18% tatsächlich genutzt. Bisher war die Freischaltung der Handy-Signatur nur bei zertifizierten Registrierungsstellen, also bei Ämtern, möglich. Seit Anfang 2014 kann die Freischaltung aber auch in einer Bankfiliale durchgeführt werden: Jeder dritte Österreicher (33%) gibt an, diesen Service interessant zu finden. Dass allerdings die Handy-Signatur auch zum Abrufen des Pensionskontos berechtigt, wissen bisher nur 7% der Österreicher. In der Bankfiliale ist aber nicht nur die Freischaltung der Handy-Signatur möglich: Bei der gemeinsamen Durchsicht des Pensionskontos kann der Berater die zukünftige Pensionslücke errechnen – jeder zweite Österreicher (48%) gibt an, diesbezüglich Beratung in Anspruch nehmen zu wollen. „Bisher war die Pensionslücke eine nicht greifbare Größe weit in der Zukunft. Ab jetzt kann man aber schwarz auf weiß sehen, von welchem Betrag man im Alter leben muss, “ so Bosek. „Besonders wenn jeder Zweite bei seiner finanziellen Sicherheit im Alter Probleme sieht, ist es Zeit, zu handeln und vorzusorgen.“




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