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Hitzestau
Offenbar ist nicht nur bei uns durch die Hitze alles ein wenig langsamer, sondern auch an den Märkten. Nach der Veröffentlichung des neuen Maßnahmenpakets durch die EZB vergangene Woche kommt der Euro doch langsam ein wenig unter Druck. Bis 1,3520 rutschte er gegenüber dem Dollar zuletzt ab und notiert heute am Morgen bei rund 1,3540. Die Marktteilnehmer agieren aber eher unschlüssig und da der EZB-Schritt offenbar weitestgehend eingepreist war, werden auch keine allzu großen Schwankungen erwartet. 102,30 Yen sind für einen Dollar zu bezahlen und der Schweizer Franken notiert wieder etwas fester bei 1,2180 Franken je Euro. Allerdings befindet sich die eidgenössische Währung damit immer noch in ihrer Komfortzone der letzten Monate.
Aus Griechenland hört man, dass der Internationale Währungsfonds vor dem Bedarf weiterer finanzieller Erleichterungen für das Land warnt. Die Hellenen werden laut IWF ihre Ziele beim Schuldenabbau nicht wie geplant erreichen. Am Markt nimmt man diese Meldungen vollkommen unaufgeregt hin, da man schlechte Nachrichten aus dieser Ecke Europas offenbar gewohnt ist. Frankreich und Italien veröffentlichten die Zahlen zu ihrer Industrieproduktion. Italien schnitt deutlich über den prognostizierten Werten, Frankreich innerhalb der Prognose ab. Da die Industrieproduktion sehr schnell auf Veränderungen im Verbraucherverhalten reagiert und das Verbraucherverhalten von Einkommenssituation und Arbeitsmarkt beeinflusst wird, gilt sie als wichtiger Frühindikator der Wirtschaft.
An den Börsen tut sich ebenfalls wenig. Der deutsche Dax Index verharrt, nachdem er die Marke von 10.000 überschritten hat, bei Handelsschluss auf 10.028,80 Punkten, der US-Index Dow Jones schloss bei 16.945,92 Zählern und der japanische Nikkei Index bewegte sich ebenfalls nicht viel und ging bei 15.032,74 Punkten aus dem Markt.
Am Rohölmarkt erwartet man mit Spannung was beim Treffen der Opec in Wien beschlossen werden wird. Thema der Besprechungen ist die Fördermenge, auf die man sich im Ölkartell einigen wird. Aktuell kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent (Lieferung Juli) 109,73 Dollar, das amerikanische WTI (Juli) wird bei 104,47 Dollar gehandelt.
Gold notiert weiterhin etwas fester bei 1262 Dollar je Feinunze.
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