IHS Standpunkt - Abbau der Staatsschuld: ein Programm für die Zukunft von Christian Keuschnigg, Direktor des IHS
Die Rückführung der Staatsschuldenquote
ist mit einnahmen- oder ausgabenseitiger Konsolidierung möglich und
soll die Vorbelastung künftiger Generationen reduzieren. Der Beitrag
macht ein sich positiv verstärkendes Szenario fest, wonach es
gelingt, die Steuerbelastung abzubauen und das Sparen gleichzeitig
mit wachstumsfördernden Ausgaben für Bildung, Forschung und
Infrastruktur zu verbinden. So kann das Land aus der Schuld
herauswachsen und gleichzeitig die Zukunftsvorsorge der Haushalte und
Unternehmen unterstützen. Dem steht ein sich negativ verstärkendes
Szenario gegenüber, wonach das Budget vorwiegend mit neuen
Steuerbelastungen und Einschränkung der investiven Ausgaben saniert
wird. Auch wenn die Schuldenquote sinkt, entstehen an anderer Stelle
neue Vorbelastungen für künftige Generationen, weil mit geringerem
Wachstum die künftigen Einkommen sinken. Der Staat delegiert das
Sparen an die Haushalte und Unternehmen, die sich weiter einschränken
müssen, weil sie weniger verdienen und höhere Steuern zahlen müssen.
Den Volltext dieses Standpunktes finden Sie unter:Â
http://www.ihs.ac.at/vienna/resources/IHS_general/Positions/Standpunkt_23_AbbauStaatsschuld_Keuschnigg_2014.pdf