Wenig Impulse von fundamentaler Seite

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Wenig Impulse von fundamentaler Seite



Nichts ist auch nichts Schlechtes und damit gut. Die Bank of Japan hat bei ihrem heutigen Treffen alles beim Alten gelassen und weitet ihre Geldmenge weiter wie geplant aus. Alles andere wäre auch eine extreme Überraschung gewesen. Schließlich zeigte sich die Wirtschaft im März stark, auch wenn inzwischen eine sinkende Nachfrage als Folge der Mehrwertsteuererhöhung im April beobachtet wurde. Dafür sprechen auch die heutigen Handelsbilanzdaten. Gegenüber Vormonat sind die saisonbereinigten Importe im April so stark gefallen wie seit der Finanzkrise 2009 nicht mehr. Die saisonbereinigte Handelsbilanz konnte sich damit deutlich erholen. Das würde die Leistungsbilanz entlasten und weniger abhängig von ausländischem Kapital machen.

Einen Blick wert sind heute die geldpolitischen Sitzungsprotokolle in Großbritannien und den USA. Sowohl bei der Bank von England als auch der Federal Reserve stellen sich Marktteilnehmer die Frage, wann es zur ersten Leitzinsanhebung kommen wird. Derzeit vermitteln beide Zentralbanken den Eindruck, dass sie es mit der Zinswende nicht eilig haben.

Nachdem das letzte Treffen der Fed keine Überraschungen bereithielt und die Währungshüter erwartungsgemäß beschlossen, die monatlichen Anleihenkäufe um weitere 10 Mrd. auf noch 45 Mrd. USD zu reduzieren, dürfte das heute an-stehende Sitzungsprotokoll darauf abgeklopft werden, wann nach dem voraussichtlich im Herbst beendeten Ankaufprogramm eine Leitzinserhöhung auf die Agenda rückt. 13 der 16 Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses sprachen sich dafür aus, dass die Fed Funds Rate im kommenden Jahr angehoben wird. Das Sitzungsprotokoll sollte allerdings verdeutlichen, dass noch große Uneinigkeit über das mögliche „wann“ in 2015 herrscht. Vor diesem Hintergrund wird es wohl keine konkreten Hinweise dazu geben. Das konjunkturelle Umfeld, die verbesserte Arbeitsmarktlage und das Ende des disinflationären Trends in beiden Ländern sprechen aber dafür, dass Zinserwartungen tendenziell nach vorne verlagert werden könnten.

Die Ölpreise sind am Mittwoch im frühen Handel relativ unverändert geblieben. Ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juli wurde mit 109,82 US-Dollar gehandelt. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Auslieferung im Juni notiert bei 102,90 Dollar. Die Ölpreise verharren angesichts der angespannten Lage in der Ukraine. Nach zwei weitgehend ergebnislosen Runden sollen die Gespräche zur Lösung der Krise in der Ukraine am Mittwoch im Süden des Landes fortgesetzt werden. Am Nachmittag könnten noch die Zahlen des US-Energieministeriums zu den Rohöllagerbeständen den Markt bewegen.




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