"profil": Bluebull hat Ärger mit Schweizer Verwaltungsräten
Rechtsanwälte haben Austritt wegen "mangelnder Sicherheit und Transparenz" angedroht - Bluebull-Gründer Mike Lielacher: "Alles behoben"
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat der an der Börse Wien notierte
Schweizer Online-Finanzdienst Bluebull AG Ärger mit seinen
Verwaltungsräten. Die seit dem Vorjahr vertretenen Mitglieder, die
Amiswiler Rechtsanwälte Christof Raggenbass und Patrick Allemann,
haben Verwaltungsratspräsident und Bluebull-Gründer Mike Lielacher
kürzlich ihren Rücktritt angedroht. In einem "profil" vorliegenden
Schreiben an Lielacher vom 10. Oktober 2002 monieren sie mangelnde
"Sicherheit und Transparenz" sowie das Fehlen einer "klaren und auch
durchsetzbaren Strategie, wie die künftige Liquiditätssituation der
Bluebull AG aufrecht erhalten werden soll."
Der in dem Schreiben angekündigte Rückzug aus dem Verwaltunsgrat
dürfte vorerst allerdings nicht statt finden. Die Schweizer
Rechtsanwälte gegenüber profil: "Wir werden nicht aus dem
Verwaltungsrat austreten." Die in dem Brief beanstandeten Punkte
seien inzwischen "geklärt".
Lielacher bestätigt das. "Wir hatten zuletzt soviel am Markt zu tun,
dass der interne Informationsfluss etwas ins Stocken geraten ist."
Diese Defizite seien behoben.
Zur zuletzt eher unfreulichen wirtschatlichen Lage des
Investmenthauses meint der ehemalige Erste-Wertpapier-Chef nur: "Wir
sind auf dem richtigen Weg."