Radislaw Sikorski kündigt für Montag mögliche Sanktionen gegen Russland an

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"profil": Radislaw Sikorski kündigt für Montag mögliche Sanktionen gegen Russland an


Polens Außenminister kritisiert ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder scharf

In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kündigt Polens Außenminister Radislaw Sikorski bereits für Montag mögliche Sanktionen gegen Russland an: "Wir diskutieren verschiedene Optionen unter den EU-Mitgliedern und den USA. Wenn nichts in Richtung Deeskalation unternommen wird und das sogenannte ’Referendum’ diesen Sonntag auf der Krim wie angekündigt über die Bühne geht, dann werden wir am Montag beim Rat der Außenminister in Brüssel eine Liste von Sanktionen präsentieren."

Sikorski kritisiert den ehemaligen deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder scharf, der für den russischen Präsidenten Wladimir Putin Verständnis zeigt und seinerseits Kritik an der EU für ihre Ukraine-Politik übt: "Es ist eine Schande für einen ehemaligen deutschen Kanzler, Angestellter von Gazprom zu sein. Die EU-Kommission sollte ihre Arbeit beschleunigen und einen kompetitiven europäischen Gasmarkt schaffen. Dann müssten sich die Firmen an die Regeln des freien Marktes halten", erläutert Sikorski gegenüber "profil".

Sikorski, der gemeinsam mit seinen Amtskollegen Laurent Fabius (F) und Frank-Walter Steinmeier (D) das am 21. Februar dieses Jahres geschlossene Abkommen zwischen dem inzwischen abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch und der Opposition ausgehandelt hat, sagt, es sei der aktuellen Führung der Ukraine zu verdanken, dass es in dem Konflikt um die Krim bisher fast keine Opfer gegeben habe. Damit dies so bleibe, müsse die russische Führung "endlich mit der Regierung in Kiew reden".

Auf die Frage, was die EU der Ukraine nun anbieten müsse, erklärt Sikorski im "profil"-Interview: "Wir reden jetzt nur von einem EU-Assoziierungsabkommen. Freihandel richtet sich gegen niemanden. Das gilt auch für Russland."




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