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NEWS: Neuer Ärger für Ex-Landesrat Dobernig in Causa Birnbacher
Heikle E-Mails - Ermittler orten Widersprüche zu Aussagen unter Wahrheitspflicht vor dem Kärntner Hypo-U-Ausschuss
Wie das Nachrichtenmagazin NEWS in seiner aktuellen
Ausgabe berichtet, haben die weiterführenden Ermittlungen in der
Causa um das umstrittene Sechs-Millionen-Euro-Honorar für den
Steuerberater Dietrich Birnbacher in Bezug auf den freiheitlichen
Kärntner Ex-Landesrat und Jörg-Haider-Sekretär Harald Dobernig
zusätzliche Brisanz erhalten.
Die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermittelt gegen Dobernig wegen
des Verdachts auf Beitrag zur Untreue und auf versuchte
Geldwäscherei. Die Ermittler des Bundesamts zur Korruptionsbekämpfung
haben zahlreiche Unterlagen und E-Mails aus dem Umfeld der Kärntner
Landesholding ausgewertet und sind dabei auf einen weiteren -
potenziell heiklen - Aspekt gestoßen. In einem Zwischenbericht vom
31. Mai 2013, der NEWS vorliegt, schreiben die Ermittler, Dobernig
habe von der Holding "Textvorschläge sowie Entwürfe von Gutachten"
vor deren Fertigstellung übermittelt bekommen. Das bezieht sich auf
einen Teil jener umstrittenen Gutachten, mit denen die
Millionen-Zahlung an Birnbacher gerechtfertigt wurde. Die Ermittler
meinen nun: "Dies widerspricht jedenfalls der Aussage des Mag.
Dobernig im Kärntner Untersuchungsausschuss (...), er habe die
Gutachten sowie das Leistungsverzeichnis des Dr. Birnbacher lediglich
im Datenraum der Landesholding gesehen." Zur Erinnerung: Im
U-Ausschuss herrscht Wahrheitspflicht.
Dobernig hat alle Vorwürfe immer bestritten. Gegenüber den
Ermittlern erklärte er, sich die übermittelte Leistungsbeschreibung
"nicht angesehen" zu haben und sich die Gutachtens-Übermittlungen
nicht erklären zu können. Es sei oft der Fall gewesen, dass E-Mails
an ihn gesendet wurden, die dann ausgedruckt und sofort an Haider
weitergegeben worden seien.
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