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Österreich setzt konsequent auf erneuerbare Energien
Stromerzeugungsmix drei Jahre nach Fukushima europaweit vorbildlich
Als wichtigen Wendepunkt der Energiediskussion in Europa
sieht Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der
E-Wirtschaft, die Reaktorkatastrophe von Fukushima vor drei Jahren.
"Während Japan seither wieder zur Stromproduktion in Atomkraftwerken
zurückgekehrt sei, ist in Österreich und Deutschland der Weg in
Richtung einer weitgehend auf erneuerbaren Energien basierenden
Stromversorgung konsequent fortgesetzt worden", erklärte Barbara
Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie anlässlich des
dritten Jahrestags des Reaktorunglücks.
Schmidt: "Österreich ist dank der Wasserkraft führend im erneuerbaren
Erzeugungsmix in der EU." Die Verstromung von Kohle und Erdgas habe
sich verringert und wurde durch Ökostrom und Stromimporte ersetzt.
Schmidt: "Jetzt gilt es durch einen Ausbau der erneuerbaren
Ressourcen im Land die Stromimporte wieder schrittweise zu ersetzen.
Eine ausgeglichene Strombilanz ist bis 2020 nach wie vor möglich."
Dies werde allerdings erschwert, weil viele bestehende Anlagen und
geplante Projekte aufgrund der niedrigen Börsepreise für Strom
aktuell nicht wirtschaftlich sind. Oesterreichs Energie setzt sich
daher konsequent für faire und marktgerechte Strompreise und
Fördersysteme ein.
Strom in Österreich gehört aufgrund unseres Erzeugungsmix mit rund 75
Prozent Erneuerbaren und einem hocheffizienten thermischen
Kraftwerkspark zu den emissionsärmsten Energieformen des Landes. Eine
Kilowattstunde Strom, die in Österreich erzeugt wird, verursacht
gerade einmal 155 Gramm CO2. Nur die Atomstromländer Frankreich und
Schweden haben geringere Emissionswerte in der Stromerzeugung.
Elektrische Energie macht allerdings nur rund 20 Prozent des
energetischen Endverbrauchs aus. Die Zukunft der Energieversorgung
wird jedoch aus Klimaschutzgründen stärker auf Strom basieren.
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