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NEWS: Acht Millionen Euro für Polit-Lobbying bei Eurofighter-Kauf geflossen
Prüfbericht enthüllt Zahlung an britische Limited-Gesellschaft. Eigentümer konnten bisher nicht ermittelt werden.
Das Nachrichtenmagazin NEWS berichtet in seiner heute
erscheinenden Ausgabe, dass bei der Prüfung des österreichischen
Eurofighter-Geschäfts durch die Kanzlei Clifford Chance eine ominöse
Zahlung in Höhe von 8.009.490,58 Euro an eine zwischenzeitig
gelöschte Gesellschaft namens "City Chambers Limited" festgestellt
wurde.
Bezahlt wurde das Geld von EADS für politisches Lobbying in
Österreich. "City Chambers Limited", die in London residierten und
lediglich über eine Hotmail-Email-Adresse verfügten, lieferten im
Gegenzug Berichte über ihre Lobbyingmaßnahmen in Österreich. Als
Direktor der Firma scheint ein Rajni Mehta auf. Die meisten
sichergestellten Dokumente tragen seine Unterschrift - auch wenn
diese ständig grundlegend anders aussieht.
So habe man "Lobbying" bei einem "Dr. W. Luessel", einem "Dr. J.
Laider" und einem "K.H. Lasser" betrieben, die man auch alle
persönlich getroffen habe. Mit einem "Mr. Wartenstein" seien wiederum
die Eurofighter-Gegengeschäfte besprochen worden. In den
aufgefundenen Aktivitäts-Berichten von "City Chambers Limited" an
EADS heißt es, die Namen seien "aufgrund unserer Spezialvereinbarung"
abgeändert worden.
Für "City Chambers Limited" war dabei den sichergestellten
Aufzeichnungen zu Folge der österreichische Unternehmensberater Dr.
Herbert W. in Wien aktiv. Auf NEWS-Anfragen zu seiner
Eurofighter-Tätigkeit hat Dr. Herbert W. bisher keine Antwort
erteilt.
Der Prüfgesellschaft Clifford Chance ist es bisher nicht gelungen
aktive oder ehemalige EADS-Mitarbeiter zu finden, die Auskunft
darüber geben konnten, wer der Eigentümer der mit den
Lobbying-Millionen überhäuften Firma "City Chambers Limited" war.
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