Schwere Vorwürfe gegen Raiffeisen

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FALTER: Schwere Vorwürfe gegen Raiffeisen



Staatsanwaltschaften in Graz und Zagreb ermitteln wegen systematischer Benachteiligung und Abzockerei von Kreditnehmernin Die Staatsanwaltschaften in Graz und Zagreb haben umfangreiche Ermittlungen gegen verantwortliche Manager von 22 Raiffeisen-Regionalbanken eingeleitet. Das berichtet die Wiener Wochenzeitung FALTER in ihrer morgen Mittwoch erscheinenden Ausgabe.

Tausende Kreditnehmer in Kroatien, so ergeben umfangreiche FALTER-Recherchen, erheben schwerste Vorwürfe gegen die steirischen Raiffeisenbanken. 

Sie sprechen von Wucher, Abzockerei und Insidergeschäften mutmaßlich korrupter Banker, die sich selbst bereichert haben könnten.

Raiffeisen-Manager, so ergaben Recherchen des FALTER, besitzen private Firmen in Kroatien. Diese Unternehmen sollen ausgerechnet jene Immobilien aufgekauft haben, die davor auf Betreiben der Raiffeisenbank unter dubiosen Umständen zwangsversteigert worden seien. Kreditnehmer werfen Raiffeisen zudem Wucher-Konditionen und persönliche Bereicherung vor.

Gegenüber dem FALTER berichteten etwa zehn mutmaßliche Opfer über hohe Extra-Zahlungen, die nicht in Kreditverträgen aufscheinen. Der FALTER nennt auch private Immobilienfirmen von Raiffeisen-Bankern. Die Vorwürfe betreffen allesamt nicht die Raiffeisen Bank International, sondern 22 südsteirische Raiffeisen-Regionalbanken, die Kredite an Kroaten vergeben haben. 

Umstritten ist zudem die Frage, ob die Raiffeisenbanken überhaupt Kredite vergeben durften. Die kroatische Nationalbank bestätigt gegenüber dem FALTER, dass sie über keine Banklizenz in Kroatien verfügen.

Der Verband der steirischen Raiffeisenbanken weist alle Vorwürfe zurück. Man habe bei sämtlichen Geschäften "die gleiche Sorgfalt und Standards angewandt", die auch in Österreich üblich seien.




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