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"KURIER": In der Causa Grasser liegt der Abschlussbericht der Finanzstrafbehörde vor - 4,95 Millionen Euro nicht versteuert
Ex-Finanzminister droht eine Höchststrafe von bis zu 14,85 Millionen Euro
Im Finanzstrafverfahren gegen Ex-Minister Karl-Heinz
Grasser und seinen früheren Steuerberater Peter Haunold (Deloitte)
liegt jetzt der mit Spannung erwartete Abschlussbericht der
Finanzstrafbehörde vor. Das berichtet der KURIER in seiner
Samstag-Ausgabe. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft
(WKStA) bestätigt gegenüber dem KURIER, dass sie den Abschlussbericht
der Finanzstrafbehörde 1. Instanz erhalten und den beiden
Beschuldigten bereits übermittelt habe. "Es ist richtig, dass der
Bericht am Mittwochmittag unter anderem Grassers Anwalt Manfred
Ainedter zugestellt wurde", bestätigt WKStA-Sprecher Erich Mayer dem
KURIER. Laut dem Abschlussbericht, der samt Beilagen 851 Seiten
umfassen soll, haben die Ermittler den sogenannten strafbestimmenden
Wertbetrag auf 4,95 Millionen Euro festgelegt. Das heißt: Grasser
soll Einkünfte in dieser Höhe - mit Hilfe eines Netzes mutmaßlicher
Offshore-Firmen - nicht versteuert haben. Kommt es zu einer Anklage
durch die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA),
droht dem Ex-Minister eine Mega-Strafe. Denn: Die Höchststrafe
beträgt das Dreifache des strafbestimmenden Wertbetrages - in diesem
Fall bis zu 14,85 Millionen Euro. Die tatsächliche Höhe der
Finanzstrafe wird aber erst ein Strafrichter in einer
Hauptverhandlung festsetzen. Die Vorwürfe werden bestritten.
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