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Fekter plädiert anlässlich des heutigen „Tax-Freedom-Days“ für ein leistungsgerechteres Steuersystem
„Unser Ruf als Hochsteuerland schlägt sich leider auch am Datum des so genannten „Tax-Freedom-Days“ nieder. Unterschiedliche Berechnungsmethoden ergeben, dass den Österreicherinnen und Österreichern erst ab der letzten Juli-Woche mehr von ihrem hart verdienten Geld im Börsel bleibt“, erklärte Finanzministerin Dr. Maria Fekter anlässlich des so genannten „Tax-Freedom-Days“. Das ist der Tag, ab dem laut Experten der durchschnittliche Steuerzahler eines Landes nicht mehr zur Bezahlung seiner Steuern Geld verdienen muss, sondern in die eigene Tasche arbeitet, um damit seine Lebenserhaltungskosten zu finanzieren oder sich etwas ansparen zu können.
„Leistung muss sich hierzulande mehr lohnen. Den redlichen Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern muss am Ende des Tages mehr Geld bleiben als das momentan der Fall ist“, so Fekter. „Wichtig ist, die steuerzahlende Bevölkerung nachhaltig zu entlasten, um insbesondere Familien mehr Wohlstand zu ermöglichen“, so die Finanzministerin. „Wir wollen einen Freibetrag von 7000 Euro pro Kind, 3500 Euro bei der Mutter und 3500 Euro beim Vater. Denn Österreich ist innerhalb Europas bereits das Land mit den höchsten Transferzahlungen bei Familienleistungen. Wir brauchen keine Erhöhungen dieser Transferzahlungen, wie es da und dort gefordert wird und wir brauchen auch keine neuen Steuern. Wir brauchen eine Steuerentlastung, sodass die Menschen mehr Netto vom Brutto haben. Denn alles andere ist ausschließlich leistungshemmend und unfair“, betonte die Finanzministerin. „Mein Ziel ist leistungsgerecht, steuergerecht und generationengerecht zu handeln“, so Fekter.
Das betrifft die arbeitende Bevölkerung, aber auch Unternehmen und die Wirtschaft. „Im Rahmen meiner Möglichkeiten als Finanzministerin werde ich mich daher weiterhin dafür einsetzen, dass Österreich im Steuerwettbewerb auch in Zukunft mithalten kann. Eine standortfeindliche Politik die Arbeitsplätze vernichtet wird es mit mir nicht geben. Dazu zählt auch der Erhalt der Gruppenbesteuerung, von der rund 15.000 Betriebe profitieren, in denen 1,3 Mio. Arbeitsplätze gesichert sind und wovon 63% KMU ausmachen“, stellte Fekter klar.
„Andere wollen mit der Forderung nach neuen Steuern scheinbar, dass der Tag bis zu dem die Menschen nur für den Staat arbeiten noch weiter über die Jahreshälfte hinaus verlegt wird. Ich will, dass der so genannte „Tax-Freedom-Day“ in den kommenden Jahren Schritt für Schritt nach vorne rutscht. Hier ist eine gemeinsame Kraftanstrengung aller Parlamentsparteien nötig, denn das sind wir den fleißigen Steuerzahlern schuldig“, schloss die Finanzministerin.
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