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Vermögensanlage als "Balanceakt zwischen Rendite und Risiko"
- "Lerbacher Runde": 25 Top-Finanzexperten erarbeiten eine Anlagestrategie
- Jährliches Treffen von Bankiers und Vermögensverwaltern nahe Köln
- Hermann Wonnebauer als einziger Teilnehmer aus Österreich dabei
Im Schloss Lerbach nahe Köln trifft sich
jedes Jahr ein exklusiver Kreis hochkarätiger Bankiers und
Vermögensverwalter, um die weltweite politische und wirtschaftliche Lage
zu diskutieren und eine Strategie für erfolgreiche Vermögensveranlagung
zu erarbeiten. Einziger heimischer Vertreter unter den rund 25
Finanzexperten der "Lerbacher Runde" war heuer Hermann Wonnebauer, Vorstand
der Zürcher Kantonalbank Österreich.
"Im Mittelpunkt der zweitägigen Diskussionen stand der aktuell besonders
schwierige Balanceakt zwischen Rendite und Risiko", resümiert Wonnebauer,
der sich mit seinen Branchenkollegen insgesamt durchaus optimistisch zeigt:
"Das große Bild hat sich im letzten Jahr eindeutig aufgehellt.
Insbesondere ist es den Notenbanken tatsächlich gelungen, den Krisenmodus
- zumindest vorerst - zu beenden. Der nächste Programmpunkt für Fed, EZB
und Co lautet nun: Wachstum."
Gute Nachrichten für Anleger
Und hier gibt es noch viel zu tun. Denn auch wenn viele Prognosen für 2014
gute Konjunkturdaten sehen, gab es in den letzten Monaten von mehreren
Seiten wieder einige Schwächesignale. "Die Konjunktur ist noch nicht
stabil genug", so Wonnebauer. Deshalb würden auch die Leitzinsen noch sehr
lange sehr niedrig bleiben. "Für Anleger eigentlich eine gute Nachricht,
dennoch ist Vorsicht geboten."
Eine der wichtigsten Punkte auf der zusammenfassenden Liste von
strategischen Ratschlägen der "Lerbacher Runde" lautet nämlich: Anleger
müssen sich weiterhin auf hohe Volatilität einstellen und diese auch
tolerieren. Wer langfristig Gewinne erzielen will, müsse auch
Verlustquartale hinnehmen. Neben grundsätzlicher Diversifikation
favorisieren die Private Banker dabei durchaus Aktien. "Sie bleiben
Grundbausteine des Depots, wenn in der Titelauswahl auf Qualität geachtet
wurde", sagt Wonnebauer.
Flexibel bleiben, keine Panikreaktionen
Generell müssten Anleger heute noch mehr darauf schauen, flexibel zu
bleiben und auf ein hohes Maß an Handelbarkeit ihrer Anlagen zu achten. In
der Auswahl von Fonds sei stärker auf aktive Manager zu setzen, sie
hätten aktuell eine gute Chance, passive Indexinvestments zu schlagen. Und
wie sieht es mit den gerade in Krisenzeiten beliebten Anlagen Gold und
Immobilien aus? Wonnebauer rät von einer Überallokation aus Angst vor
Worst-Case-Szenarien ab: "Das wäre dann nicht Diversifikation, sondern
Spekulation", so der Vorstand der Zürcher Kantonalbank Österreich.
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