KPMG-Umfrage: Mehrheit der Unternehmen vernachlässigt indirekte Steuern
Viele Unternehmen könnten ihren Cashflow verbessern und
Kosten senken, wenn sie ihre Belastungen durch indirekte Steuern
professioneller managen würden. So gibt es laut Ergebnis in 83
Prozent der Unternehmen weltweit keinerlei Vorgaben, welche Ziele im
Bereich der Umsatz- und Mehrwertsteuer erreicht werden sollen. Die
Vernachlässigung zeigt sich auch personell. In knapp zwei Drittel der
Unternehmen wird niemand beschäftigt, der auf globaler, regionaler
noch auf lokaler Ebene für das Thema der indirekten Steuern im
Konzern verantwortlich ist. Diese Erkenntnis bringt eine weltweite
KPMG-Umfrage unter 249 Unternehmen in 24 Ländern zutage. 80 Prozent
der befragten Unternehmen verzeichnen einen Umsatz von mehr als 10
Milliarden US-Dollar, jedes dritte mehr als 20 Milliarden.
Barbara Polster, Tax-Partnerin KPMG: "Die Mehrheit denkt zumeist
immer noch an die Körperschaftssteuer. Die indirekten Steuern werden
zum überwiegenden Teil unterschätzt. Dabei stellen die entsprechenden
Einnahmen und Ausgaben oft einen der größten Posten überhaupt dar.
Unternehmen, die dieses Working Capital professionell handhaben,
können enorme Kosten sparen und ihren Cashflow deutlich verbessern."
"Je nach Branche stellen indirekte Steuern einen Kostenfaktor im
Unternehmen dar. Die indirekten Steuern werden normalerweise
überwälzt, sind aber vom Unternehmen zu tragen, wenn sie durch Fehler
erst später hervorkommen. Es ist daher aus Risikomanagementsicht
besonders wichtig, die indirekten Steuern zu optimieren und
kontrollieren", ergänzt KPMG-Partnerin Verena Trenkwalder.
Die Umfrageergebnisse machen das deutlich: So geben 58 Prozent der
Befragten an, dass sich indirekte Steuern negativ auf ihr Geschäft
auswirken würden (2012: 51 Prozent). Nur in jedem fünften Unternehmen
werden positive Auswirkungen verzeichnet (2012: 19 Prozent). Zwei von
drei Befragten innerhalb der EMA-Region rechnen mit einem weiteren
Anstieg der Steuersätze innerhalb der nächsten drei Jahre.
Detaillierte Umfrageergebnisse finden Sie unter
http://www.kpmg.at/wer-wir-sind/presse/pressemitteilungen/presse-detail/1648-kpmg-umfrage-mehrheit-der-unternehmen-vernachlaessigt-indirek
te-steuern.html