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Oesterreichs Energie: Stromnetze benötigen Investitionsschub
E-Control-Kostenschätzung von 8,7 Mrd. Euro zu niedrig
Einen Investitionsschub für die österreichischen
Stromnetze fordert Oesterreichs Energie, die Interessenvertretung der
E-Wirtschaft.
Die am Montag veröffentlichte Kostenprognose der Regulierungsbehörde
E-Control von 8,7 Milliarden Euro bis 2020 hält man in der
E-Wirtschaft für zu niedrig. "Das ist sicher die absolute
Untergrenze, denn darin sind nicht einmal die vollen Kosten für die
Einführung der Smart-Meter enthalten und der Nachholbedarf aus den
vergangenen Jahren ist ebenfalls nicht berücksichtigt", erklärte
Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie.Â
Österreich hinkt bei den Investitionen in die Netze deutlich hinter
anderen Ländern nach. Schmidt: "Während in Österreich die
Aufwendungen für die Netze weiter zusammengestrichen wurden, haben
andere Länder bereits wieder deutlich investiert". Zusätzlicher
Finanzbedarf entsteht, weil der Ausbau der Stromproduktion aus Wind
und Sonne deutlich schneller vor sich geht, als noch vor einigen
Jahren erwartet wird.Â
Auch der Aufbau intelligenter Netze werde hohe Investitionen
erfordern. Oesterreichs Energie hat in den vergangenen Jahren
mehrmals eine Investitionsoffensive im Netzbereich gefordert, um die
Qualität und Sicherheit der heimischen Stromversorgung abzusichern.
Oesterreichs Energie sieht allein bei Smart Meter einen
Investitionsbedarf von 1,6 bis zwei Milliarden Euro. Der Aufbau von
Smart Grids werde zusätzlich mehrere Milliarden Euro kosten. Schmidt:
"Auch die Betriebskosten der Netze steigen durch die umfangreichen
Meldepflichten und neue Anforderungen bezüglich Datenübertragung."
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