ÖVAG veröffentlicht Konzernergebnis zum ersten Quartal 2013
Konzernergebnis vor Steuern EUR 3 Mio. - Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten EUR -21 Mio.
Der ÖVAG Konzern befindet sich derzeit in einem
tiefgreifenden Umstrukturierungsprozess. Die Bank hat sich
verpflichtet, alle Geschäftsbereiche, die nicht in Zusammenhang mit
der Funktion als Spitzeninstitut des Volksbanken-Verbundes stehen,
abzubauen und damit die Bilanzsumme deutlich zu verringern. Die
Redimensionierungsmaßnahmen belasten das Ergebnis: Per 31. März 2013
beträgt das Vorsteuerergebnis EUR 3 Mio. und das Konzernergebnis nach
Steuern und Minderheitenanteilen liegt bei EUR -21 Mio.
Ergebnisse im ersten Quartal 2013 im Detail
Per 31. März 2013 wird ein Zinsergebnis von EUR 50 Mio.
ausgewiesen. Gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres ist ein
Rückgang von EUR 6 Mio. zu verzeichnen, was vor allem auf den
Redimensionierungsprozess und den damit verbundenen Abbau von Assets
zurückzuführen ist.
Die Risikovorsorgen sind um EUR 15 Mio. angestiegen und belaufen
sich per 31.03.2013 auf EUR -37 Mio. Dies ist vor allem auf das
Segment Non-core Immobilien zurückzuführen, wo die Risikovorsorgen um
EUR 25 Mio. über dem Vorjahreswert liegen. Aus der
Portfoliowertberichtigung dagegen konnten knapp EUR 18 Mio. aufgelöst
werden.
Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber der Vorperiode um EUR
9 Mio. verringert und liegt zum Ende des ersten Quartals bei EUR 11
Mio. Das Handelsergebnis ist ebenfalls gesunken und beträgt per 31.
März 2013 EUR -7 Mio.
Der Verwaltungsaufwand konnte um EUR 4 Mio. auf EUR -61 Mio.
gesenkt werden. Der Personalstand ist ebenfalls rückläufig, per 31.
März 2013 sind 1.886 Mitarbeiter, davon 756 außerhalb Österreichs, im
Konzern beschäftigt.
Das sonstige betriebliche Ergebnis beträgt im Berichtszeitraum EUR
64 Mio. Die Republik Österreich hat eine Asset-Garantie mit einem
Höchstbetrag von EUR 100 Mio. zu Gunsten des ÖVAG Konzerns abgegeben.
Gemäß IAS/IFRS sind Forderungen aus der Übernahme von Ausfällen auf
den Bilanzstichtag abzuzinsen, gleichzeitig ist die in der
Asset-Garantie enthaltene Besserungsvereinbarung eine
Verbindlichkeit, die ebenfalls abgezinst zu erfassen ist. Saldiert
ergibt sich daraus ein Wert von EUR 65 Mio., der im sonstigen
betrieblichen Ergebnis dargestellt wird. Die Bankensteuer von EUR -11
Mio. wird ebenfalls in dieser Position ausgewiesen.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen beträgt im ersten Quartal
2013 EUR -17 Mio., gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres
entspricht das einem Rückgang um EUR 52 Mio. Dies ist unter anderem
darauf zurückzuführen, dass aus dem Überhang von effektiven Fair
Value Hedges im Berichtszeitraum ein Bewertungsergebnis von EUR -18
Mio. erfasst wurde.
Die Bilanzsumme beläuft sich per 31. März 2013 auf EUR 25,8 Mrd.
und liegt damit um EUR 1,9 Mrd. unter dem Wert zum Jahresultimo 2012.
Die Kapitalquoten sind stabil. Die Tier 1 Quote bezogen auf das
Gesamtrisiko beträgt zum Ende des ersten Quartals 2013 11,0% (10,9%
zum Ultimo 2012), die Eigenmittelquote bezogen auf das Gesamtrisiko
liegt per 31. März 2013 bei 16,0% (nach 15,7% zum Jahresende).
Die Vergleichszahlen per 31. Dezember 2012 wurden gemäß IAS 8
angepasst. Zum einen wurde die IAS 19 Bestimmung
(Bilanzierungsvorschriften für Leistungen an Arbeitnehmer) geändert,
was auch in den Vorperioden berücksichtigt werden muss. Zum anderen
machte ein Fehler in der Verarbeitung von IFRS Bewertungen im Zuge
der Fusion von ÖVAG und Investkredit, der zu einer Fehldarstellung im
Konzernabschluss 2012 führte, eine Anpassung erforderlich.
Es ist davon auszugehen, dass der massive Restrukturierungsprozess
das Ergebnis weiterhin belasten wird, der Konzern wird das Jahr 2013
daher voraussichtlich negativ abschließen.
Der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2013 ist auf der Homepage
der Österreichischen Volksbanken-Aktiengesellschaft unter
www.volksbank.com/investor_relations verfügbar.