Stabilisierung nach Kurseinbruch

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Stabilisierung nach Kurseinbruch



Die zuletzt in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten fielen tendenziell schwach aus. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im April etwas eingetrübt. Der entsprechende Index von Thomson Reuters und der Universität Michigan verringerte sich nach vorläufigen Berechnungen auf 72,3 Punkte (März: 78,6 Punkte) und damit auf ein Neunmonatstief, die ausgelaufenen Steuersenkungen machen sich nun bemerkbar. Der Index lag auch deutlich unter den Erwartungen. Der Umsatz der US-Einzelhändler verzeichnete im März gegenüber dem Vormonat einen Rückgang von 0,4% (Februar: 1,0%). Dies war der stärkste Rückgang seit neun Monaten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war ein Anstieg um 2,8% zu beobachten. Im Verarbeitenden Gewerbe des Staates New York hat sich das Wachstum im April deutlich abgeschwächt. Der von der Federal Reserve Bank of New York ermittelte Index verschlechterte sich auf 3,1 Punkte (März: 9,2 Punkte). Die US-Industrieproduktion stieg dagegen im März im Vergleich zum Monat davor um 0,4% (Februar: 1,1%). Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat war ein Anstieg um 3,5% zu beobachten. Die jährliche Inflationsrate sank in den USA im März auf 1,5% (Februar: 2,0%). Die Kernrate, die die stärker schwankenden Preise für Nahrungsmittel und Energie nicht berücksichtigt, sank auf 1,9% (Februar: 2,0%). Im Euroraum lag die jährliche Inflationsrate im März nach endgültiger Berechnung bei 1,7% (Februar: 1,8%). Die höchste Inflationsrate wies Estland auf (3,8%), die niedrigste Griechenland (-0,2%). In Österreich lag die Inflationsrate mit einem Wert von 2,6% über der des Euroraums. Der Internationale Währungsfond hat am Dienstag eine neue Ausgabe des World Economic Outlook veröffentlicht. Im Vergleich zur Projektion vom Jänner hat der Währungsfonds den Wachstumsausblick für das Jahr 2013 durchwegs leicht nach unten revidiert. In der Eurozone wird nun im laufenden Jahr ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,3% erwartet, in den USA wird ein Wirtschaftswachstum von 1,9% prognostiziert. Beide Werte entsprechen exakt jenen der Winterprognose der Europäischen Kommission. Im Jahr 2014 wird ein Wachstum von 1,1% (Eurozone) bzw. 3,0% (USA) erwartet.

Die Aktienkurse in den USA sind nach dem Bombenanschlag in Boston etwas eingebrochen, vereinzelte Impulse von der Berichtsaison und von der Veröffentlichung des Beige Book konnten die Märkte dann wieder beflügeln. Zwar bescheinigt der Bericht den meisten Fed-Distrikten weiterhin nur moderates Wachstum, insgesamt ist er aber besser ausgefallen als der letzte. Im Speziellen hat sich laut Beige Book auch der Immobilienmarkt in den USA erholt. Insgesamt hat der Dow Jones im Wochenvergleich leicht nachgegeben. Deutlich schwächer entwickelten sich aber DAX und der ATX. Am Mittwoch kam es sogar zu einem starken Kursrückgang. Auslöser dürfte der Hochfrequenzhandel gewesen sein, aber auch andere Ereignisse wie der Raketenangriff auf Israel konnten die Kurse drücken. Inzwischen kam es aber wieder zu einer Erholung.

Bei durchschnittlicher Volatilität leicht gestiegen sind die Anleihenmärkte in den USA und Deutschland, in beiden Märkten ist die Rendite der zehnjährigen Benchmarkanleihen gefallen. Außerordentlich wenig Bewegung zeigten die Märkte in Spanien und Italien. Auch in den vergangenen Tagen war der japanische Yen wieder sehr volatil. Die japanische Währung hatte ja in der Vorwoche nach der Ankündigung der Zentralbank, eine Neuorientierung ihrer Geldpolitik vornehmen zu wollen und diese zudem weiter deutlich zu lockern, stark an Wert verloren. Der Yen wertete im Berichtszeitraum - nach heftigen Schwankungen - gegenüber dem Euro nun wieder um mehr als 1% auf. Ansonsten blieben die Devisenmärkte ruhig, auch der US-Dollar konnte sich nach seinen Verlusten nach dem Terroranschlag in Boston wieder erholen. Für die nächste Woche erwarten wir nach den stärkeren Verlusten an den europäischen Aktienmärkten in den nächsten Tagen eine Gegenreaktion und steigende Kurse. Die Anleihenmärkte sollten sich tendenziell seitwärts bewegen.




ATX (Wiener Börse Index) : 5852.36 -0.2% ATX Intraday Chart Börse Wien
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