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Rechnungshof bestätigt Kritik an Aufarbeitung des Salzburger Finanzskandals
Erlöse von 174 Millionen Euro stehen Mehrbelastungen von 370 Millionen Euro gegenüber
Der Rohbericht des Rechnungshofes zum Salzburger
Finanzskandal, die in der heutigen Ausgabe des Nachrichtemagazins
Profil veröffentlich wurde, bestätigt Berechnungen des gerichtlich
beeideten Sachverständigen für Derivate, Sascha Stadnikow, die dieser
bereits im Februar 2013 veröffentlicht hat. Laut Profil übt der
Rechnungshof massive Kritik an der Empfehlung des Wiener
Wertpapierhauses Ithuba zur Auflösung der sogenannten ÖBFA-Swaps.
Einem einmaligen Ertrag in Höhe von 174 Millionen Euro stehen bei
gleichbleibendem Zinsniveau um 370 Millionen höhere Zinsbelastungen
für das Land Salzburg gegenüber. Es bleibe die Frage offen, wem diese
Auflösung der Absicherungsswaps tatsächlich nützt, meint der Sprecher
der Beratungsplattform Finanzbuddha, Robert Süss.Â
Auch für den vom Linzer Rechtswissenschaftler Meinhard Lukas
geleiteten Expertenbeirat stelle diese Aussage eine "Ohrfeige" dar.
Lukas und sein Finanzbeirat haben die Empfehlungen von Ithuba zur
Auflösung der ÖBFA-Swaps befürwortet.Â
Finanzbuddha hatte auch stets Zweifel geäußert, dass der von
Ithuba im Auftrag des damaligen Finanzlandesrat David Brenner Mitte
Jänner veröffentlichte Zwischenbericht, wonach des Land mit einem
"blauen Auge" aus der Spekulationsaffäre herauskommt, stimme. Auch
hier bestätigt der Rechnungshofbericht nunmehr die Berechnungen von
Finanzbuddha.
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