Creditreform Privatinsolvenzstatistik: 42 Insolvenzen pro Werktag

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Creditreform Privatinsolvenzstatistik: 42 Insolvenzen pro Werktag


Über 10.500 insolvente Privatpersonen

Die endgültigen Zahlen der Creditreform Privatinsolvenzstatistik für das Gesamtjahr 2012 zeigen erstmals einen Rückgang bei den insolventen Privatpersonen: 10.545 zahlungsunfähige Private bedeuten ein Minus von 2,9%. Während die Anzahl der eröffneten Schuldenregulierungsverfahren bei 9.508 Verfahren stagniert, sind die mangels Vermögen abgewiesenen Insolvenzanträge um 18,9% auf 1.037 Verfahren zurückgegangen. Die Insolvenzursachen liegen hauptsächlich im falschen Umgang mit Geld: 86% der von Creditreform befragten Gläubiger sehen darin den Grund für die Zahlungsunfähigkeit bzw. Überschuldung. In jedem zweiten Fall ist die Einkommensverschlechterung infolge von Arbeitslosigkeit oder Karenz der Insolvenzgrund. Gut ein Drittel der Insolvenzen ist auf gescheiterte Selbstständige zurück zu führen. Hauptgläubiger sind Banken, Telekommunikationsunternehmen und Leasingunternehmen. Die durchschnittliche Verschuldung liegt bei rund 70.000 Euro.

Bundesländervergleich: 16 von 10.000 Erwachsenen sind zahlungsunfähig/überschuldet, Wiener am stärksten betroffen

Ein Blick auf die einzelnen Bundesländer zeigt, dass in Vorarlberg (+1,9%), Niederösterreich (+1,8%) und in Wien (+0,6%) die Insolvenzen am stärksten angestiegen sind. Hingegen ist in Oberösterreich (-10,2%), Tirol (-9,1%) und in Salzburg (-8,1%) die Anzahl der Insolvenzverfahren gesunken. Im Vergleich zur Einwohnerzahl sind die Wiener fast doppelt zu häufig von Insolvenzen betroffen als der Österreichweite Durchschnitt. Mehr als 30 von 10.000 erwachsenen Wienern wurden insolvent. Österreichweit wurden hingegen knapp 16 von 10.000 Erwachsenen zah-lungsunfähig.

Conclusio 2012

Der leichte Rückgang an Privatinsolvenzen ist eine erfreuliche Entwicklung. Einerseits dürfte durch die professionelle Arbeit der staatlich anerkannten Schuldnerberatungen der sich seit der Einführung des Schuldenregulierungsverfahren 1995 angehäufte Berg an Insolvenzanträgen endgültig abgebaut worden sein. Andererseits ist dies in Verbindung mit der konstant niedrigen Arbeitslosenzahl ein positives Zeichen für die Robustheit der österreichischen Volkswirtschaft. Der private Konsum ist neben den Exporterfolgen der Unternehmen der Hauptgrund für das bisher erfolgreiche Durchtauchen der Krise.

Festzuhalten ist auch die Tatsache, dass immer mehr Unternehmen sich um ihr Risikomanagement kümmern und sich vorab über die Bonität und Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden informieren und rechtzeitig Forderungen einmahnen.




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