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Weiterhin rückläufige Tendenz
sowohl in der Bauwirtschaft
als auch in der Möbelindustrie
Die Bauwirtschaft läßt genau wie die Möbelindustrie noch keinen Aufwärtstrend erkennen.
Die nach wie vor noch nicht abgeschlossenen Konsolidierungsbemühungen der öffentlichen
Haushalte lassen auch mittelfristig keine steigende Investitionsbereitschaft in der Baubranche
erwarten.
So ist das Volumen für Baugenehmigungen in Deutschland bis inklusive April 2002 für
Bürogebäude um 16%, für Fabrik- und Industriegebäude sogar um 32%, und der
Wohnungsbau um 6% eingebrochen.
Im privaten Sektor erweist sich die Bevölkerungsentwicklung – Geburtenrückgang und
verminderter Zuzug nach Europa – als großer Bremsfaktor.
Der Möbelmarkt hat im ersten Halbjahr 2002 noch schlechter begonnen als das ungünstig
verlaufende Jahr 2001 geendet hat. Die Zurückhaltung beim Möbelkauf, bedingt durch
die mit der Euro Einführung verbundenen Unsicherheiten und die allgemeine wirtschaftliche
Ungewissheit, hat in der tendenziell starken deutschen Möbelindustrie zu einer noch nie
dagewesenen Insolvenzflut geführt. Allein die Anzahl der in diesem Bereich tätigen
Unternehmen ist im letzten halben Jahr um 10% zurückgegangen.
Ein realistischer Aufwärtstrend in den beiden genannten Märkten wird vermutlich erst
mit der Erreichung der Stabilitätskriterien und einer Festigung des wirtschaftlichen
Umfeldes eintreten.
Der Schi- und Snowboardmarkt verzeichnet ebenfalls Rückgänge zwischen 10% und 15%,
wobei die Rückgänge in erster Linie den Snowboardbereich treffen.
Der Elektroisolierstoffmarkt bewegt sich weiterhin auf stabilem Niveau, wohingegen sich
die Luftfahrtindustrie nach wie vor in der Krise befindet.
Leichtes Umsatzplus, jedoch
rückläufige Erträge
Vor diesem Hintergrund erwirtschafteten die Firmengruppen der Constantia-Iso AG einen
Umsatz von 344,2 Mio. € gegenüber 330,8 Mio. € im Vorjahr (+4,1%). 15,3 Mio. €
davon entfielen auf die nunmehr vollkonsolidierten Neuerwerbungen Gatex und Sprela.
Während die Firmen Werzalit, Homogen und Isosport im 1. Halbjahr Umsatzrückgänge
hinnehmen mussten, konnten alle anderen Unternehmen der Constantia-Iso AG ihren
Umsatz ausweiten.
Obwohl das 2. Quartal gegenüber dem 1. Quartal 2002 eine tendenzielle
Ergebnisverbesserung zeigt (EBITDA +1,1 Mio. €, EGT +0,4 Mio. €), verminderte sich
das EBITDA im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahr von 30,8 Mio. € auf 28,7 Mio. €
(-6,8%).
Die nach wie vor angespannte Marktsituation läßt - gemeinsam mit der auch im 2. Quartal
anhaltenden verschärften Wettbewerbssituation - nur ein EGT von 9,2 Mio. € nach
14,5 Mio. € (-36,6%) zu.
Ausblick 2002
Konnte am Anfang des Jahres noch von einer Konjunkturerholung im Laufe des Jahres
ausgegangen werden, ist aufgrund der gegenwärtigen Marktsituation eine Prognose für
das 2. Halbjahr äußerst schwierig. Wir müssen jedoch davon ausgehen, dass die für das
2. Halbjahr erwartete Konjunkturerholung in den relevanten Märkten der Constantia-
Iso AG nicht stattfinden wird. Vor diesem Hintergrund ist auch ein Erreichen der
Vorjahresergebnisse nicht mehr realistisch. Wir erwarten dennoch ein leicht positives
operatives Ergebnis für das Jahresende. In diesem Umfeld arbeiten wir weiterhin konsequent
an der Verbesserung unserer Strukturen, um auch in schwierigen Zeiten die notwendige
Profitabilität unserer Unternehmen zu erreichen.
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