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Ackerl in ÖSTERREICH: "Fekter ist schon lange fällig"
Oö-SP-Chef "voll sauer" auf Finanzministerin - Er will Causa Muhm im SP-Präsidium thematisieren
Oberösterreichs SPÖ-Chef Josef Ackerl geht in
ÖSTERREICH (Donnerstagsausgabe) auf Konfrontation mit dem
Koalitionspartner ÖVP im Allgemeinen und Finanzministerin Maria
Fekter im Besonderen: "Ich bin voll sauer. Der Fall Muhm ist aber nur
ein Tüpfelchen auf dem I. Ich werde die Sache beim Parteipräsidium in
zwei Wochen thematisieren: Unsere Parteispitze muss jetzt mit der ÖVP
reden. Wir können uns so etwas nicht mehr gefallen lassen, wir haben
es ja mit drei Parteien in der ÖVP zu tun." Konkret geht es Ackerl um
Fekter: "Frau Fekter ist aus meiner Sicht schon lange fällig. Sie ist
Speerspitze des Neo-Liberalismus in Österreich. Sie macht die
Politik, die dazu geführt hat, dass Österreich die drittgrößte
Millionärs-Dichte der ganzen Welt hat, dafür werden alle anderen
immer ärmer." Ob er Fekters Rücktritt fordere? Ackerl: "Das hebe ich
mir noch auf."
Inhaltlich will der OÖ-SP-Chef eine Kehrtwende der
Regierungspolitik: "Die Regierung muss in Frage von Eurobonds
(EU-Staatsanleihen, Anm.) und der Rolle der EZB eine Kehrtwende
machen. Und ich bin auch dagegen, den EU-Fiskalpakt im Parlament zu
ratifizieren." Zur Frage einer Vermögenssteuer sagt Ackerl: "Wenn sie
nicht jetzt kommt, so muss sie doch zentraler Punkt im nächsten
Wahlkampf sein."
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