Hundstorfer zu Arbeitsmarktdaten: Moderater Anstieg um 4,4 Prozent - geringste Arbeitslosenquote in der EU

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Hundstorfer zu Arbeitsmarktdaten: Moderater Anstieg um 4,4 Prozent - geringste Arbeitslosenquote in der EU


Beschäftigung steigt weiter stark an - 55.000 zusätzliche Arbeitsplätze

"Mit 231.077 Arbeitslosen - das entspricht einem Plus von 4,4 Prozent - wurde mit Ende Mai der geringste Anstieg der Arbeitslosigkeit seit vier Monaten verzeichnet", so Sozialminister Rudolf Hundstorfer am Freitag. Nachdem noch Ende April die Arbeitslosigkeit in allen Bundesländern gestiegen ist, ist die Arbeitslosigkeit nun in vier Bundesländern gesunken. "Österreich ist mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 Prozent weiterhin das Land mit der geringsten Arbeitslosigkeit in der EU und vergrößerte seinen Abstand zu den 26 anderen Staaten weiter. Bei der Jugendarbeitslosigkeit liegt Österreich mit 8,9 Prozent hinter Deutschland an 2. Stelle", betonte Hundstorfer. Er verwies außerdem auf das starke Beschäftigungswachstum. "Jeder Arbeitslose ist ein Arbeitsloser zu viel. Deswegen arbeiten wir nun intensiv daran, mit den zusätzlichen 750 Millionen Euro bis 2016 Programme zu entwickeln, die die Beschäftigungschancen von älteren und gesundheitlich eingeschränkten Menschen zu erhöhen", so Hundstorfer.

Die Zahl der Schulungen stieg um 4.858 (+7,4 Prozent) auf 70.638. Insgesamt waren beim Arbeitsmarktservice 301.715 Menschen vorgemerkt, ein Zuwachs um 14.566 oder 5,1 Prozent. "Gleichzeitig wächst die Beschäftigung weiterhin kräftig: 55.000 zusätzliche Arbeitsplätze wurden im vergangenen Jahr geschaffen. Damit wächst die Beschäftigung in den ersten fünf Monaten des Jahres doppelt so stark wie von den Wirtschaftsforschern für 2012 prognostiziert wurde", unterstrich der Sozialminister. Der demografische Wandel und der längere Verbleib von Älteren am Arbeitsmarkt zeigt sich in den Mai-Zahlen deutlich: mehr als 80 Prozent des Beschäftigungszuwachses entfällt auf über 50-jährige. Gleichzeitig steigt auch die Arbeitslosigkeit bei Älteren. 42.000 zusätzliche Beschäftigte und 4.716 zusätzliche Arbeitslose über 50 Jahre wurden Ende Mai gezählt. "Die Unterstützung des demografischen Wandels und der längere Verbleib in Beschäftigung wird daher zu einem politischen Schwerpunkt der nächsten Jahre", so Hundstorfer.

Die Jugendarbeitslosigkeit sinkt bei den 15-19-jährigen um 2,3 Prozent und steigt bei den 20-24 jährigen Jugendlichen um 2,3 Prozent. Damit entwickelt sich der Arbeitsmarkt für Jugendliche besser als der Gesamtarbeitsmarkt. Auch der Lehrstellenmarkt entspannt sich weiter: im Vergleich zum Vorjahr stehen einer gleichbleibenden Zahl an Lehrstellensuchenden (+1) 224 zusätzliche offene Lehrstellen zur Verfügung. "Die Ausbildungsgarantie für Jugendliche bleibt aufrecht, zudem werden durch das Jugendcoaching ausgrenzungsgefährdete Jugendliche bereits während ihrer Schulzeit beraten, unterstützt und am Weg in den Arbeitsmarkt begleitet", sagte Hundstorfer. 

Der Anstieg der Arbeitslosigkeit von behinderten Personen (+14 Prozent) ist auf eine verstärkte Erfassung von Behinderung beim AMS zurückzuführen. Seitdem mit Jahresbeginn das AMS die Integrationsbeihilfe des Bundessozialamts übernommen hat, werden einerseits vom AMS zusätzliche Mittel für die Beschäftigungsförderung von Behinderten bereitgestellt, andererseits wird die statistische Erfassung von Arbeitslosen mit Behinderung verstärkt vorgenommen. 

Die Branchenentwicklung zeigt, dass weiterhin der Bau (+8,8 Prozent) und das Gesundheits- und Sozialwesen (+10,7 Prozent) steigende Arbeitslosigkeit aufweisen. Neuerlich verzeichnet die Leiharbeitsbranche mit +16,4 Prozent Arbeitslosigkeit den stärksten Zuwachs an Arbeitslosen. Weniger betroffen ist hingegen die Stammbelegschaft in der Industrie. Dort steigt die Arbeitslosigkeit nur um 2,4 Prozent. Auch der Handel (+3,8 Prozent) ist unterdurchschnittlich betroffen. Im Tourismus sinkt die Arbeitslosigkeit um 2,3 Prozent.

In den Tourismusbundesländer Tirol (-3,5 Prozent), Vorarlberg (-2,2 Prozent), Salzburg (-0,2 Prozent) und Kärnten (-0,2 Prozent) können sich daher über sinkende Arbeitslosigkeit freuen. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit ist hingegen in der Steiermark (+10,3 Prozent), Niederösterreich (+9,3 Prozent), Burgenland (+8,9 Prozent) und Oberösterreich (+7,6 Prozent) überdurchschnittlich, in Wien (+3,6 Prozent) unterdurchschnittlich.




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