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"profil": Trichet: Austritt Griechenlands aus dem Euro wäre "schlechteste Option"
Ex-EZB-Präsident Jean-Claude Trichet: Nur Preisstabilität sichert Wachstum
In einem Interview in der Montag erscheinenden
Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" betont Jean-Claude Trichet,
der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), dass er
ein Ausscheiden Griechenlands aus dem Euro für "die schlechteste
Option" hält. "Ich kann mir so etwas ganz und gar nicht vorstellen.
Jede einzelne Regierung im Euro-Raum hat bereits deutlich gemacht,
dass sie dies für kein geeignetes Mittel hält, um die gegenwärtigen
Probleme zu lösen."
Überlegungen, durch höhere Inflation die Verschuldung von
EU-Staaten abzubauen und Wachstum zu gerieren, lehnt Trichet ab.
"Vielmehr wird die Solidität des Wirtschaftswachstums durch eine zu
hohe Inflationsrate unterminiert. Nur Wachstum in Zusammenhang mit
Preisstabilität hilft uns langfristig weiter."
Trichet verteidigt weiters die hohen EZB-Darlehen an europäische
Banken im Ausmaß von tausend Milliarden Euro. "Es geht darum, sowohl
den Banken als auch den Regierungen Zeit zu verschaffen, sich neu
aufzustellen. Wir erleben in Europa derzeit die größte
Wirtschaftskrise seit dem Zweiten Weltkrieg, die im Falle falscher
Entscheidungen auch zu einer großen Depression und damit zur
schlimmsten Krise seit dem Ersten Weltkrieg hätte führen können."
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