Weiterhin lockere Geldpolitik der Fed

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Weiterhin lockere Geldpolitik der Fed



Die Situation auf dem US-Arbeitsmarkt hat sich zuletzt weiter entspannt. In der am 17. März zu Ende gegangenen Woche sank die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf 348.000 und somit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2008. Auch der Index der Frühindikatoren zeichnete mit einem Anstieg um 0,7% gegenüber dem Vormonat ein positives Bild und konnte damit den Aufwärtstrend der vergangenen Monate fortsetzen. Demgegenüber stand ein unerwarteter Abschwung im Verbrauchervertrauen. Der entsprechende Index des Conference Board sank im März auf 70,2 Punkte (Februar: 71,6 Punkte). Auch die Kauflaune am Häusermarkt ließ zuletzt nach. Im Februar wurden mit auf das Jahr hochgerechneten 313.000 verkauften neu errichteten Wohneinheiten so wenig Verkäufe registriert wie zuletzt vor 4 Monaten. Bei den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter wurde im Februar ein Anstieg um 2,2% M/M beobachtet, wodurch der Einbruch aus dem Vormonat (-3,6% M/M) jedoch nur teilweise kompensiert wurde. Ohne Berücksichtigung des volatilen Transportsektors betrug der Zuwachs 1,6% M/M. In der Eurozone konnte sich im zuletzt stark getrübten Verbrauchervertrauen ein leichter positiver Trend manifestieren. Der entsprechende Eurostat-Index stieg im März von -20,3 auf  19,1 Punkte an. Auch der deutsche ifo-Geschäftsklimaindex konnte sich im März leicht verbessern und erreichte mit 109,8 Punkten seinen höchsten Stand seit acht Monaten. Die Renditen der deutschen und US-Staatsanleihen sind in den letzten Tagen gesunken. Auf ihnen lasteten vor allem die Veröffentlichung einiger schwacher Konjunkturdaten, die den bereits in der Vorwoche gestiegenen Konjunkturpessimismus der Marktteilnehmer noch verstärkten, sowie die jüngsten Aussagen des US-Notenbankchefs, die auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der US-Notenbank schließen lassen. Damit ist bei den Marktteilnehmern auch wieder die Erwartung einer möglichen neuen Runde von Anleihekäufen durch die US-Notenbank gestiegen. Solange sich die US-Konjunktur nicht spürbar eintrübt, erscheint uns dies jedoch nicht allzu wahrscheinlich. In den nächsten Tagen erwarten wir bei den Renditen der deutschen und US-Staatsanleihen wenig Veränderung. Nächste Woche tagt wieder der geldpolitische Rat der EZB. Eine Änderung des Zinssatzes für Hauptrefinanzierungsgeschäfte, der aktuell bei 1,0% liegt, erwarten wir nicht.

Die Aktienkurse sind in den letzten Tagen mit der Veröffentlichung von eher schwachen Konjunkturdaten mehrheitlich etwas gesunken. Zwischenzeitlich profitierten die Kurse von der von Ben Bernanke - trotz einer Verbesserung der Lage auf dem US-Arbeitsmarkt - signalisierten Beibehaltung der lockeren Geldpolitik durch die Fed und der Veröffentlichung eines guten ifo-Geschäftsklimaindex. In den nächsten Tagen sollte die Richtung der Aktienkurse vor allem von den anstehenden Konjunkturdaten (USA: Einkaufsmanagerindex, Auftragseingänge Industrie; EZ: Einkaufsmanager-indizes, Einzelhandelsumsatz etc.) und dem Ausgang des Euro-Finanzministertreffens, auf dem eine Ausweitung des Euro-Rettungsschirms, etwa in Form einer Kombination der Rettungsschirme EFSF und ESM, diskutiert wird, bestimmt werden. Da wir im Vorfeld der Veröffentlichung des nächsten US-Arbeitsmarktberichts für März, der am 6. April veröffentlicht wird, von Seiten der anstehenden Konjunkturdaten keine neuen Impulse erwarten, rechnen wir in den nächsten Tagen mit einer Seitwärtsentwicklung der Aktienkurse.

Der Euro wertete in den letzten Tagen gegenüber dem US-Dollar etwas auf. Der Grund dafür lag vor allem in der jüngsten Rede des US-Notenbankchefs, Ben Bernanke, der betonte, die US-Wirtschaft müsse schneller wachsen, um die Arbeitslosenrate in den USA weiter zu senken, was auf eine weiterhin lockere Geldpolitik der US-Notenbank deutete. Auch beim Austauschverhältnis des Euro im Verhältnis zum US-Dollar erwarten wir in den nächsten Tagen wenig Veränderung.




ATX (Wiener Börse Index) : 5852.36 -0.2% ATX Intraday Chart Börse Wien
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