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Wenig Neues
Der Euro konnte gestern mit 1,3385 Dollar je Euro den höchsten Stand dieses Monat erreichen. Die Gemeinschaftswährung profitiert von den Fortschritten der Verhandlungen über höhere Garantiesummen des Rettungsschirms für schuldengeplagte europäische Länder.
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach sich zu Wochenbeginn erstmals für eine Kombination der beiden Rettungsfonds ESM und EFSF aus, was eine Anhebung des Gesamtvolumens auf rund 700 Milliarden Euro bedeuten würde. Auch das Vertrauen in die Sparmaßnahmen des krisengebeutelten Portugal dürfte langsam steigen.
Am Rentenmarkt fielen die deutlich sinkenden Renditen der portugiesischen Staatsanleihen auf, da die Investoren die Reformfähigkeit des südeuropäischen Landes offenbar nicht mehr so skeptisch sehen. Die Rendite der zehnjährigen Papiere fiel bis auf 11,6 Prozent - im späten Vortagesgeschäft waren es noch 12,37 Prozent. Die von Anlegern geforderte Risikoprämie zur vergleichbaren Bundesanleihe fiel zum ersten Mal seit Anfang September unter 1000 Basispunkte. Im Vergleich zu italienischen und spanischen Papieren sind die portugiesischen Renditen immer noch extrem hoch, aber die positive Tendenz wird vom Markt anerkannt. Zehnjährige italienische Papiere rentierten mit 5,09 Prozent, die entsprechenden Papiere Spaniens mit rund 5,36 Prozent. Der richtungsweisende Bund-Future stieg um 39 Ticks auf 100,87 Zähler, die zehnjährige Bundesanleihen rentierten mit 1,9 Prozent.
An den Rohstoffmärkten ist durch das Leck der Elgin-Plattform des Energiekonzerns Total Gas in den Blickpunkt gerückt. Allerdings liegen die größten Gasreserven weitab der Nordsee, wo aktuell noch immer unkontrolliert Gas ausströmt. Der Preis für Rohöl gab am Mittwoch leicht nach, Abschwung signalisierende Geschäftszahlen chinesischer Unternehmen und schwächere Aktienmärkte in Asien, sind laut Rohstoffhändlern für den Preisrückgang verantwortlich. Für ein Barrel der Nordseeöl-Sorte Brent waren rund 125,50 Dollar zu bezahlen, das amerikanische WTI kostete 106,75 Dollar je Fass.
Für eine Feinunze Gold werden heute am frühen Morgen rund 1678 Dollar bezahlt.
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