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Erste Bank gibt deutliche Gewinnwarnung
Eine überaus deutliche Revision der eigenen Schätzungen für das laufende
Geschäftsjahr 2002 mußte das an der Schweizer Börse notierte Unternehmen
vornehmen. Während noch Mitte Mai dieses Jahres mit einem Umsatzanstieg von
35% gerechnet wurde, nannte das Unternehmen als Zielvorgabe jetzt nur mehr
5-10% Wachstum. Beim EBITDA wurde bisher mit EUR 30,7 Mio. (14,0% Marge)
gerechnet, die neue Prognose lautet auf eine Marge zwischen 6-8%. Das EBITDA
sollte somit zwischen EUR 10,3-14,3 Mio. zu liegen kommen, was mehr als eine
Halbierung der Prognose bedeutet. Insgesamt wird es für 2002 darüberhinaus
schwer werden positiv abzuschließen.
Obwohl von manchen Analysten schon eine Revision der Prognose erwartet worden
war, überrascht die Dimension aber doch deutlich. Basis dieser neuen Einschätzung
war die überarbeitete Prognose für die Anzahl der servicierten Mobiltelefone, wo im
ersten Halbjahr deutliche schwächere Zahlen erreicht werden als geplant. Die Börse
reagierte auf diese Zahlen in dem äußerst schwachen Umfeld naturgemäß sehr
stark, der Kurs büsste rund ein Drittel ein. Sollte es bei EMTS nicht doch noch zu
der schon vielfach kolportierten Übernahme kommen, dürfte der Kurs kaum
Erholungspotenzial haben. Das Anlegervertrauen in das Unternehmen dürfte aber
zumindest deutlich angeschlagen sein.
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