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Erste Bank sieht weiteren Finanzierungsbedarf
Das Unternehmen gab diese Woche Geschäftszahlen für Q1/02
bekannt, wobei insbesondere der Umsatz unter unseren Erwartungen lag. Dieser fiel
gegenüber Q1/01 um 28% auf EUR 13,7 Mio. bzw. gegenüber Q4/01 um 12%. Diese
Entwicklung ist vor allem auf den Verlust margenschwacher Kunden zurückzuführen.
Nachdem das Unternehmen begonnen hat sich auf die Ertragsseite zu
konzentrieren, begann man zu Beginn des Jahres abermals in die Umsatztätigkeit
sowie in die Akquirierung neuer Kunden zu investieren.
Integrierte Sprach- und Internetprodukte (digital voice mail) sowie virtuelle Anrufbeantworter,
welche via Internet oder interaktive Oberflächen benutzt werden können,
bilden die Hauptprodukte im SME-Bereich. Wir erwarten von der neuen Strukturierung
bereits in Q2/02 bzw. Q3/02 einen Umsatzzuwachs von etwa 10% gegenüber
Q1/02. Das EBITDA verzeichnete zum zweitenmal infolge ein positives Ergebnis.
Diese dringend notwendige Verbesserung ist vor allem auf Kostensenkungsprogramme
und eine gestiegene Effizienz in sämtlichen Unternehmensbereichen
zurückzuführen. Die derzeitige Cash-Situation von EUR 3,4 Mio. sowie eine
Eigenkapitalbasis, geben dem Unternehmen wenig finanziellen Spielraum. Ausgehend
von einem Verlust von EUR 12,9 Mio. im Geschäftsjahr 2002 bedarf es
mittelfristig einer weiteren Finanzierung. Infolge dieser Entwicklung wiederholen wir
unsere vorsichtige Einschätzung und behalten unsere Neutral-Empfehlung bei.
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