CyberTron - Geschäftszahlen 2001 aufgrund von Firmenwertabschreibungen schlechter als von Erste Bank erwartet

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Geschäftszahlen 2001 aufgrund von Firmenwertabschreibungen schlechter als von Erste Bank erwartet

Das alternative Telekomunternehmen CyberTron veröffentlichte letzte Woche seine Geschäftszahlen für 2001, welche jedoch aufgrund außerplanmäßiger Firmenwertabschreibungen unter den Erwartungen lagen. Bei einem um 5% auf EUR 66,7Mio. gesunkenen Umsatz wurde ein EBITDA von EUR -8,5 Mio. (2000: - 19,7 Mio.) erwirtschaftet. Der Unternehmensfokus 2001 lag - nach starken Umsatzwachstum in den letzten Jahren - auf dem Erreichen der Gewinnschwelle auf Quartalsbasis. Dieses Ziel konnte in Q4/01 erreicht werden. War das Q3/01 noch durch einmalige Restrukturierungsmaßnahmen (Beendigungskosten von Personal, Mieten, Wertberichtigungen) massiv belastet, so konnte in Q4/01 durch die Kombination von ertragssteigernden Maßnahmen und einem massiven Kostensenkungsprogramm (Optimierung interner Abläufe, Reduktion des Personals) die Gewinnschwelle erreicht werden. Verantwortlich hierfür war auch die Fokussierung auf ertragsstarke Produkte und Kunden, was zwar einerseits zu einem Umsatzrückgang in den ersten drei Quartalen führte andererseits auch einen Anstieg der Bruttomarge auf 25,2 % ermöglichte.

Enttäuschend zeigt sich die Entwicklung auf der Bilanzseite. Durch massive Firmenwertabschreibungen (EUR 9,3 Mio.), auch bedingt durch die allgemeine Entwicklung von Telekom-Aktien an den internationalen Börsen, sank der Firmenwert von EUR 19,6 Mio. auf EUR 4,5 Mio. Darüber hinaus ging das Eigenkapital von EUR 39,9 Mio. (31.12.00) auf EUR 15,5 Mio. (31.12.01) zurück. Infolge einer Optimierung im Verrechnungssystem und Mahnwesen zeigen sich die kurzfristigen Kundenforderungen verbessert, welche von EUR 18,5 Mio. auf EUR 11,1 Mio. gesenkt wurden.

Der Ausblick ist verhalten, da die schwierige Marktposition und der verschärfte Wettbewerb weiterhin für Preis- und Margendruck sorgen werden. Wachstum ist in den für CyberTron wichtigen Daten- und Internetbereich zu erwarten, wobei sich auch in diesem Bereich die Marktkonsolidierung fortsetzen wird. Wenngleich das Unternehmen für 2002 ehrgeizige Ziele kommuniziert (Cashflow Break-Even), behalten wir aufgrund der schwierigen Marktsituation und der geschwächten EK-Basis unsere Neutral-Empfehlung bei.




ATX (Wiener Börse Index) : 5830.8 -0.4% ATX Intraday Chart Börse Wien
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