Erste Bank bleibt bei Kaufempfehlung
Nach zähen Verhandlungen zeichnet sich eine Lösung zwischen Immoeast und Constantia
Packaging BV. bzgl. der Rückzahlung des von dieser garantieren EUR 512 Mio. IBAG
Corporate Bonds ab. Diese Forderung wurde von Immoeast bereits um rund ein Drittel
wertberichtigt und für die verbleibenden EUR 350 Mio. wird eine außergerichtliche Lösung
angestrebt. Wie Reuters zu entnehmen war, bietet das Management der Contantia Packaging
BV. Immoeast rund EUR 164 Mio. in bar und rund EUR 200 Mio. in Form von anderen
Vermögenswerten. Da dies im Wesentlichen auch den Vorstellungen des Vorstandes der
Immoeast entspricht, scheint eine Einigung in den nächsten Tagen möglich. Ungelöst ist jedoch
aktuell noch die Finanzierungsfrage auf Seiten der Constantia Packaging BV. Aus diesem
Grund gehen wir davon aus, dass trotz einer kurz bevorstehenden Einigung die Begleichung
der Forderung noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird.
Neuigkeiten gibt es bezüglich der geplanten Fusion zwischen Immoeast/Immofinanz. CEO
Zehetner hat auch in der ordentlichen Hauptversammlung der Immoeast die Fusionspläne
bestätigt und weiter konkretisiert. Laut dem Vorstand sei eine Fusion strategisch und
kapitalmarkttechnisch logisch und notwendig, da dadurch hohe Synergien realisiert werden
können. Die Fusion ist in Form eines „Upstream merger“ geplant - die Immoeast soll somit in
die Immofinanz hineinfusioniert werden. Hiefür ist unter anderem eine Kapitalerhöhung bei
Immofinanz geplant, bei der die Anzahl der Immofinanz Aktien um rd. 229 Mio. Stück (+50%)
erhöht werden soll. Zweck dieser Kapitalerhöhung ist die Kapitalstärkung der gemeinsamen
Gesellschaft zur Realisierung vor allem des Immoeast Potenzials (stillgelegte Projektpipeline).
Die Bewertung soll zu den jeweiligen NAVs erfolgen und als Zeitplan wurde das 1. Halbjahr
2010 ins Auge gefasst. Wir bleiben bei unserer Kaufempfehlung für Immoeast.