"trend": SkyEurope-Investor Shklarek prüft Schadenersatzklage
Der ASP-Gründer Alon Shklarek ist von politischen Einflussnahmen rund um das SkyEurope-Ende überzeugt
Der SkyEurope-Investor Alon Shklarek glaubt, dass
auch politische Einflussnahmen für das rasche Ende der
Low-Cost-Airline mit Sitz in Bratislava Ausschlag gebend waren,
schreibt das Wirtschaftsmagazin "trend" in seiner am Montag
erscheinenden Oktober-Ausgabe. Der Gründer und Chef des Wiener
Beratungs- und Investmenthauses ASP antwortet im "trend" auf eine
entsprechende Frage klar: "Davon bin ich überzeugt." Seitdem der
Flughafen Wien am 14. August wegen offener Rechnungen die Abfertigung
der SkyEurope einstellte, kursieren Gerüchte, der AUA-Käufer
Lufthansa hätte damit gedroht, Flüge aus Wien nach München zu
verlegen, wenn nicht Druck auf die marode Fluglinie ausgeübt werde.
Am 1. September blieben die SkyEurope-Flieger endgültig am Boden.
Hauptaktionäre des Flughafens sind die Bundesländer Wien und
Niederösterreich.
ASP hielt 9,74 Prozent und dürfte rund fünf Millionen Euro
investiert haben, schreibt der "trend". Wegen der Verschleppung einer
längst beschlossenen Kapitalerhöhung erwägt ASP nun auch eine Klage
gegen den SkyEurope-Hauptaktionär, den US-Fonds York, oder
SkyEurope-Organe: "Wir prüfen die Möglichkeit einer
Schadenersatzklage. Es ist aber noch nichts entschieden", wird
Shklarek zitiert.