Es spricht nichts gegen weitere Kursanstiege
ECO Business-Immo hat im ersten Halbjahr 2009 den Fokus der Geschäftstätigkeit weiter auf
die Optimierung des Immobilienportfolios und der Stärkung der Bilanzstruktur durch
Immobilienverkäufe gelegt. Durch den Verkauf von insgesamt 55 Immobilien mit einem
Gesamtwert von rund EUR 240 Mio. wurde die Nettoverschuldung deutlich reduziert und die
Eigenkapitalquote auf 39,3% erhöht, wobei die Verkäufe etwa exakt zum Buchwert per Ende
2008 durchgeführt wurden. Wir erwarten uns auch in der 2. Jahreshälfte noch weitere Verkäufe
und somit eine weitere Verbesserung der Eigenkapitalquote. Das Immobilienvermögen
reduzierte sich durch das Verkaufsprogramm von EUR 1.074,2 Mio. zum Jahresende 2008 auf
EUR 843,6 Mio. per Mitte 2009. Die Vermietungserlöse kamen mit EUR 31,7 Mio.
dementsprechend unter dem Vorjahreswert zu liegen (EUR 36,8 Mio.). Durch marktbedingte
Abwertungen des Immobilienportfolios (EUR -25,3 Mio., somit ca. 3% im Schnitt) war das
Konzernergebnis mit EUR -14,6 Mio. (1-6/2008: EUR 5,8 Mio.) negativ.
Aufgrund der Abwertungen auf das Immobilienportfolio reduzierte sich der Net Asset Value
gegenüber Jahresende 2008 von EUR 10,80 auf EUR 10,27 je Aktie, was jedoch etwas über
unserer Schätzung von EUR 10,15 pro Aktie lag. Die ECO-Aktie ist damit - gemessen am
K/NAV-Verhältnis - aber nach wie vor die billigste im österreichischen Immoaktien-Sektor. Da
wir das Unternehmen nach den schon vorgenommenen Immobilienverkäufen als finanziell
wieder stabilisiert ansehen, spricht nichts gegen weitere Kursanstiege. Obwohl unser Kursziel
von zuletzt EUR 4,0 schon übertroffen wurde, bestätigen wir unsere Kaufempfehlung und
werden in unserem nächsten Update aller Voraussicht nach ein deutlich erhöhtes Kursziel
ausgeben. Dies begründet sich vor allem in der Aussicht von weiteren Immobilienverkäufen zu
oder über dem zuletzt festgestellten Verkehrswerten, womit wir den Anteil des NAV/Aktie (im
Vergleich zum DCF-Wert) in unserer Kurszielableitung weiter erhöhen können.